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Nordkorea will trotz dramatischer Wirtschaftslage zum „Märchenland“ werden

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Von: Helena Gries

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Diese von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea.
Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, will mit neuen Gesetzen die Lebensbedingungen der Menschen verbessern. Derweil spitzt sich die Wirtschaftskrise im Land weiter zu. (Archivbild) © KCNA/dpa

Die Regierung Kim Jong-un in Nordkorea hat zwei neue Gesetze versprochen, die eine radikale Wende bringen sollen. Lebensbedingungen sollen sich verbessern.

Pjöngjang – Die Wirtschaftslage in Nordkorea spitzt sich weiter dramatisch zu. Doch trotz der zahlreichen Probleme wie Sanktionen und Naturkatastrophen ist die diktatorische Führung in Nordkorea um das Image des Landes bemüht. Das abgeschottete Land mit der schwer bewachten Grenze solle mithilfe neuer Gesetze in ein „schönes und zivilisiertes sozialistisches Märchenland“ verwandelt werden, gab das Parlament in Pjöngjang bekannt.

Staatschef Kim Jong-un wolle demnach die Lebensbedingungen der Menschen verbessern und die Entwicklung des ländlichen Raums vorantreiben. Derweil spitzt sich jedoch die Wirtschaftskrise aufgrund der selbst auferlegten Coronarestriktionen, der internationalen Sanktionen wegen des Atomwaffenprogramms des Landes und der zunehmenden Naturkatastrophen zu.

Nordkorea: Kim Jong-un will Lebensbedingungen mit neuen Gesetzen verbessern

„Zwei neue Gesetze werden die Bemühungen der Regierungspartei um eine radikale Wende in der Landbevölkerung und ihre Politik zur Landschaftsgestaltung vorantreiben“, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA unter Berufung auf die Rede eines Abgeordneten vor der nordkoreanischen Obersten Volksversammlung (SPA). Zudem solle eine rasche Entwicklung der sozialistischen Landbevölkerung erreicht und das Land in ein „schönes und zivilisiertes sozialistisches Märchenland“ verwandelt werden, heißt es im KCNA-Bericht weiter.

NameKim Jong-un
Geboren8. Januar 1984, Wŏnsan, Nordkorea
Amtoberster Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea)

Seit Kurzem gilt die Corona-Pandemie in Nordkorea als beendet. Kim Jong-un verkündete einen „leuchtenden Sieg“ im Kampf gegen Corona. Kim Yo Jong, die Schwester des Machthabers, machte Südkorea für den Ausbruch der Corona-Pandemie in Nordkorea verantwortlich und deutete Vergeltung an. 

Nordkorea: Fortschritte in Gesprächen mit Südkorea

Auch im Rahmen der Wiedervereinigung von durch den Koreakrieg getrennten Familien gebe es Medienberichten zufolge Fortschritte. Südkorea hatte demnach erstmals seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Yoon Suk-yeol im Mai 2022 Gespräche mit Nordkorea angeboten, in denen die Wiedervereinigung der Familien erörtert werden sollten. Der für innerkoreanische Angelegenheiten zuständige Minister für Wiedervereinigung, Kwon Young-se, hatte dies auf einer Pressekonferenz mitgeteilt. „Wir hoffen, dass verantwortliche Beamte beider Seiten so bald wie möglich persönlich zu einem offenen Gespräch über humanitäre Fragen einschließlich der Frage der getrennten Familien zusammenkommen werden“, sagte Kwon. (hg)

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