Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kim Jong Un
+
Kim Jong-un hat eine schlechte Versorgungslage in Nordkorea eingeräumt. (Archivfoto)

Hunger und Armut

Lage in Nordkorea „angespannt“ – doch Kim Jong-un sorgt sich um „Landesverteidigung“

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
    schließen

Viele Menschen in Nordkorea haben nichts zu essen, kein Dach über dem Kopf oder keine Existenzgrundlage mehr. Die Lage sei „angespannt“, gibt selbst Machthaber Kim Jong-un zu.

Pjöngjang – Lebensmittel sind in Nordkorea knapp. Das sieht selbst Machthaber Kim Jong-un nun so. Kürzlich betonte er, dass die Ernährungslage „angespannt“ sei. Die Versorgung in Nordkorea ist seit Monaten schlecht, weite Teile der Bevölkerung leiden an Hunger – oder wie Kim Jong-un es ausdrückte: Die nordkoreanische Wirtschaft habe eine „Reihe von Abweichungen von der Norm verzeichnet“. Das sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA am Rande eines mehrtägigen Treffens des Zentralkomitees der Arbeiterpartei. Die Regierung im benachbarten Südkorea schätzt, dass Nordkorea in diesem Jahr rund 1,3 Millionen Tonnen an Nahrungsmitteln fehlen, um die Bevölkerung ausreichend zu versorgen.

Nordkorea ist weitestgehend isoliert, auch deshalb ist die Versorgungslage so schlecht. Dem Land wurden wegen seiner Atomwaffen- und Raketentests internationale Sanktionen auferlegt, welche die Wirtschaft schwächen. Hinzu kommt die Corona-Pandemie, weshalb Kim Jong-un die Grenzen schließen ließ, was ebenfalls den Handel belastet. Doch nicht nur die Versorgung mit Lebensmitteln gerät seit geraumer Zeit ins Stocken. Zahlreichen Menschen fehlt es auch an einem Dach über dem Kopf.

Lage in Nordkorea „angespannt“: Kim Jong-un will „militante Aufgabe“ erfüllen

Durch mehrere Wirbelstürme im vergangenen Sommer wurden die Häuser vieler Menschen zerstört und landwirtschaftliche Flächen überflutet. „Die Ernährungslage der Bevölkerung ist angespannt, weil der Agrarsektor wegen der Zyklonschäden im vergangenen Jahr seinen Produktionsplan für Getreide nicht erfüllt hat“, so der nordkoreanische Machthaber auf der Veranstaltung.

Newsletter: Alle wichtigen Politik-News direkt in Ihr Mail-Postfach

Mit dem Politik-Newsletter der FR verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten mehr und sind immer top informiert

Ziel müsse es sei, die Landwirtschaft besser zu schützen, denn: eine gute Ernte sei die „militante Aufgabe“, welche die Arbeiterpartei und der Staat „mit oberster Priorität“ erfüllen müsse, so Kim Jong-un. Doch statt sich um diese „Aufgabe“ zu kümmern, steht derzeit wohl die „Landesverteidigung“ im Vordergrund. Vergangene Woche ließ Kim Jong-un ein außerplanmäßiges Treffen hochrangiger Militärs einberufen: „Hohe Alarmbereitschaft“ sei nötig, sagte er. (tu mit dpa/AFP)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare