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Menschen in Pjöngjang, Hauptstadt von Nordkorea
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Die globale Corona-Pandemie trifft die Wirtschaft von Nordkorea hart.

Corona-Pandemie

Nordkorea droht „schlimmste Situation aller Zeiten – Kim Jong-un vergleicht Lage mit verheerender Hungersnot

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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Die wirtschaftliche Situation in Nordkorea verschlechtert sich durch die Corona-Pandemie erheblich. Kim Jong-un schwört die Leute auf harte Zeiten ein. 

Pjöngjang – Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un blickt harten Zeiten entgegen. In einer Rede vor Parteimitgliedern forderte er einen weiteren „beschwerlichen Marsch“, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu meistern. Nordkorea sei aufgrund mehrerer Faktoren mit der „schlimmsten“ Situation aller Zeiten konfrontiert. Zu den Faktoren zählt Kim Jong Un die Corona-Pandemie, von den USA verhängte Sanktionen und schwere Überschwemmungen im vergangenen Sommer, die einen Großteil der Ernte vernichtet hatten.

Die Forderung nach einem „beschwerlichen Marsch“ sorgen für große Beunruhigung. Hinter dem Euphemismus verbirgt sich die Hungersnot der 1990er Jahre, an deren Folgen Hunderttausende Nordkoreaner starben. Nordkorea war anschließend jahrelang auf internationale Hilfe angewiesen, um seine Bevölkerung ernähren zu können.

Corona: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vor großer Aufgabe

Ausländische Beobachter haben zwar bislang noch keine Anzeichen für eine Hungersnot oder eine humanitäre Katastrophe gemeldet. Doch Kim Jong Uns Aussage ist laut der Nachrichtenagentur AP ein Hinweis darauf, wie ernst er die Situation nimmt, die laut ausländischen Beobachtern der größte Test in seiner neunjährigen Herrschaft ist.

Nordkorea

Alle Neuigkeiten zu Nordkorea und Kim Jong Un finden Sie auf der FR-Themenseite: Nordkorea News.

Nordkorea hat seit einiger Zeit mit großen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Während eines Parteitags im Januar hatte Kim Jong Un seinen Beamten befohlen, eine stärkere selbst tragende Wirtschaft aufzubauen, um so die Abhängigkeit von Importen zu verringern und mehr Konsumgüter herzustellen, schreibt AP.

Nordkorea könnte im Zuge der Corona-Pandemie Unterstützung von China erhalten

Analysten zufolge sind die großen Probleme Nordkoreas auf Missmanagement, die selbst gewählte Isolation und Sanktionen gegen das Atomprogramm zurückzuführen. Nordkoreas Handel mit seinem größten Handelspartner China ist laut AP im vergangenen Jahr nach Schließung der Grenzen im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus um rund 80 Prozent eingebrochen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schwört sein Land auf harte Zeiten ein. (Symbolfoto)

Experten gehen laut AP zudem davon aus, dass es zu keiner Hungersnot kommen werde, da China dies nicht zulassen werde. Nach einem Gespräch zwischen Kim Jong Un und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hatten nordkoreanische Staatsmedien berichtet, Xi habe sich verpflichtet, „den Völkern beider Länder ein besseres Leben zu ermöglichen“. (uf)

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