Auf Konfrontationskurs: Nordkoreanische Studenten demonstrieren gegen die Politik der südkoreanischen Behörden.
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Auf Konfrontationskurs: Nordkoreanische Studenten demonstrieren gegen die Politik der südkoreanischen Behörden.

Korea-Konflikt

Nordkorea beendet Dialog

Die Diktatur kappt alle Beziehungen zum demokratischen Süden.

Zwei Jahre nach den vielversprechenden Gipfeltreffen zwischen Süd- und Nordkorea sind die Beziehungen an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Die kommunistische Führung Nordkoreas kündigte am Dienstagmorgen (Ortszeit) an, alle Kommunikationskanäle zwischen den Regierungen und den Militärs beider Länder würden am Mittag gekappt. Der Schritt hatte sich zuvor abgezeichnet: Nordkoreas Führung hatte der Regierung in Seoul in den Tagen davor mehrfach vorgeworfen, nichts gegen Propagandaaktionen südkoreanischer Aktivisten und nordkoreanischer Flüchtlinge an der Grenze zu unternehmen, die gegen die Führung in Nordkorea gerichtet sind, und mit Konsequenzen gedroht.

Vereinigungs- wie Verteidigungsministerium in Seoul bestätigten, dass Nordkorea auf Anrufe nicht mehr reagiere. Eine versuchte Kontaktaufnahme über die Telefonleitung im Verbindungsbüro in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong sei unbeantwortet geblieben, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums. Ihre Behörde hatte das Nachbarland zuvor aufgerufen, die Verbindungen in Übereinstimmung mit den innerkoreanischen Abkommen aufrechtzuerhalten.

Auch die Hotline zwischen dem Präsidialamt in Seoul und dem Büro des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un sind betroffen. Doch das Büro von Präsident Moon Jae In, der eine Annäherungspolitik zu Pjöngjang verfolgt, hielt sich zunächst mit einer Reaktion zurück. Im April 2018 hatten Moon und Kim im Grenzort Panmunjon bei ihrem ersten von drei Gipfeln versprochen, sich regelmäßig treffen, über ihre Hotline anrufen sowie ein Kommunikationsbüro in Kaesong öffnen zu wollen.

„Durchtriebenes Verhalten“

Es ist nicht das erste Mal, dass Nordkorea die Kontaktaufnahme verweigert, doch will die Führung in Pjöngjang jetzt nach Ansicht von Beobachtern offenbar den Druck auf Seoul erhöhen. Der Regierung des ideologisch verfeindeten Nachbarn wurde in den nordkoreanischen Staatsmedien „verräterisches und durchtriebenes Verhalten“ vorgeworfen. Ohne die Aktionen an der Grenze direkt zu benennen, bei denen mit riesigen Ballons Flugblätter in Richtung Nordkorea geschickt werden, war von „widerlichem Gesindel“ die Rede, das sich feindselig gegen Pjöngjang verhalten habe. Nordkorea sieht demnach die Würde Kim Jong Uns verletzt.

Zuletzt hatten die Aktivisten Ende Mai etwa eine halbe Million Flugblätter verschickt. Ziel dieser häufigen Ballonkampagnen ist es, die Nordkoreaner zum Aufstand zu bewegen. Das Vereinigungsministerium in Südkorea teilte jüngst mit, ein gesetzliches Verbot der Flugblattaktionen sei bereits geplant.

Nordkoreas Führung stürzt Seoul so in ein Dilemma: Verbietet die Regierung die Flugblattaktionen, könnte sie sich dem Vorwurf ausgesetzt sehen, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu beschneiden. Unternimmt sie nichts, riskiert sie eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zu Pjöngjang. (Dirk Godder/ dpa)

Aufschrei unter Hundehaltern. Medien werfen der Regierung unter Kim-Jong Un in Nordkorea vor, Haustiere zu konfiszieren und an Restaurants und Zoos zu liefern.

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