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Antwort auf Nordkoreas Aktion: USA und Südkorea schießen ballistische Raketen ab

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USA und Südkorea demonstrieren Zusammenhalt und Schießen ebenfalls ballistische Kurzstrecken-Raketen ins Japanische Meer.
USA und Südkorea demonstrieren Zusammenhalt und Schießen ebenfalls ballistische Kurzstrecken-Raketen ins Japanische Meer. (Symbolbild) © IMAGO/Defense Ministry

Die USA und Südkorea reagieren auf Raketenstarts aus Nordkorea und feuern ebenfalls ballistische Kurzstrecken-Raketen ins Japanische Meer.

Update vom Montag, 6. Juni, 08.40 Uhr: Nach Raketenstarts des nordkoreanischen Militärs haben die USA und Südkorea reagiert und ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung Meer abgefeuert. Die acht Geschosse wurden am frühen Montagmorgen (06. Juni) binnen zehn Minuten abgefeuert und stürzten schließlich ins Japanische Meer (koreanisch: Ostmeer), wie der Generalstab in Seoul laut einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap mitteilte.

Mit der Reaktion auf die von Pjöngjang zuvor angeordneten Raketenstarts, wollten die Verbündeten laut dem südkoreanischen Militär „die Fähigkeit und Entschlossenheit zu sofortigen Präzisionsschlägen“ gegen Ziele in Nordkorea demonstrieren. Der Generalstab in Seoul warf der Gegenseite gezielte Provokationen vor und rief mit Nachdruck dazu auf, „jegliche Handlungen zu unterlassen, die militärische Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und Sicherheitsbedenken verschärfen“.

Nordkorea schießt erneut mehrere ballistische Raketen ab

Erstmeldung: Pjöngjang – Ungeachtet internationaler Sanktionen hat Nordkorea nach südkoreanischen Angaben erneut mehrere ballistische Raketen getestet. Aus dem kommunistischen Land seien am Sonntag „acht ballistische Kurzstrecken-Raketen“ ins Japanische Meer geschossen worden, teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Am Vortag hatten Südkorea und die USA ihr erstes großangelegtes gemeinsames Militärmanöver seit mehr als vier Jahren beendet.

„Unser Militär hat acht ballistische Kurzstrecken-Raketen ausgemacht, die aus dem Gebiet Sunan in Pyongyang abgeschossen wurden“, teilte der südkoreanische Generalstab mit. Die Raketen seien alle innerhalb von etwa einer halben Stunde gezündet worden. Südkoreas habe „in Vorbereitung auf weitere Raketenstarts“ in Nordkorea seine Wachsamkeit verstärkt und arbeite dabei „eng“ mit den USA zusammen.

Südkorea und die USA hielten gemeinsam dreitägige Militärübung ab

Am Samstag hatten Südkorea und die USA eine großangelegte, dreitägige Militärübung beendet, an der unter anderem der US-Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ beteiligt war. Es war das erste gemeinsame Manöver der beiden Verbündeten, seit Yoon Suk Yeol, der eine härtere Linie gegenüber Pjöngjang verfolgt, vergangenen Monat sein Amt als südkoreanischer Staatschef angetreten hatte.

Außerdem war es die erste gemeinsame Militärübung mit einem Flugzeugträger seit November 2017. „Die Übung hat die Entschlossenheit beider Länder gefestigt, entschieden auf jegliche nordkoreanische Provokation zu reagieren“, so der südkoreanische Generalstab.

Russland und China verhinderten mit Veto im UN-Sicherheitsrat härtere Sanktionen gegen Nordkorea

Pjöngjang hat immer wieder gegen die gemeinsamen Manöver protestiert und sie als Proben für einen Einmarsch in Nordkorea kritisiert. Go Myong Hyun vom Asan Institute for Policy Studies sagte der Nachrichtenagentur AFP, Nordkorea habe die Raketen am Sonntag anscheinend abgeschossen, „weil das Ausmaß der gemeinsamen Manöver aus seiner Sicht zugenommen hat“.

Nordkorea nahm in diesem Jahr bereits 23 Raketentests vor. Zuletzt schoss das international isolierte kommunistische Land am 25. Mai kurz nach einem Besuch von US-Präsident Joe Biden in Südkorea drei Raketen ab, darunter mutmaßlich seine größte Interkontinentalrakete. Die US-Regierung verhängte daraufhin neue Sanktionen gegen Nordkorea. Im UN-Sicherheitsrat scheiterten die USA mit ihrem Vorstoß für härtere internationale Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang allerdings am Veto von China und Russland.

Raketentest möglicherweise ein Ablenkungsmanöver von Nordkoreas Diktator Kim Jong-un

Die USA warnen bereits seit Wochen, Nordkorea könne bald erstmals seit 2017 wieder einen Atomwaffentest vornehmen. In der Folge des damaligen Atomwaffentests hatte sich der UN-Sicherheitsrat das bislang letzte Mal auf Sanktionen gegen Pjöngjang einigen können. Nordkorea verfügt nach Diplomatenangaben über Atombomben und ballistische Raketen, hat es demnach aber bislang nicht geschafft, diese beiden Technologien zusammenzuführen.

Die Führung in Pjöngjang gibt ihr Streben nach Atomwaffen nach südkoreanischen Angaben trotz eines großen Corona-Ausbruchs in dem verarmten Land nicht auf. Experten befürchten sogar, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un seine Pläne für einen erneuten Atombombentest beschleunigen könnte, um die Bevölkerung von den verheerenden Folgen des Corona-Ausbruchs abzulenken. (kh/jso mit AFP)

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