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Kim Jong Un (M), Machthaber von Nordkorea, beobachtet im Kreise von Militärs  Raketenabschuss.
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Kim Jong-un beobachtet im Kreise von Militärs einen Raketentest.

Kim Jong-Un

Nordkorea: Kim Jong-un schenkt dem Land eine Rakete zum Geburtstag

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Am Mittwoch (14.04.2021) jährt sich der 109. Geburtstag des Staatsgründers von Nordkorea, Kim Il-sung. Dessen Enkel Kim Jong-un könnte dies zum Anlass neuer Raketentests nutzen.

Pjöngjang – Es ist eine gute Tradition in Nordkorea: Anlässlich des Geburtstages von Staatsgründer Kim Il-sung testet das kommunistische Land alljährlich ballistische Raketen. Seit der Machtübernahme von Kim Jong-un im Jahr 2011 hat sich dies intensiviert.

Ob die Raketentests auch in diesem Jahr stattfinden werden, ist aber aktuell noch unklar. Dies berichtet „NK News“ aus Südkorea. Zwar stellte Nordkorea erst vor kurzem ein 3000 Tonnen schweres U-Boot fertig, welches in der Lage sein soll, drei Raketen zu tragen. Experten bezweifeln jedoch, dass diese selbst von dort aus getestet werden könnten.

Nordkorea könnte erneut Kurzstreckenraketen testen

Als viel wahrscheinlicher halten Expert:innen laut „NK News“, dass kleinere Waffensysteme getestet werden könnten. Dazu gehören neuartige Kurzstreckenraketen. Erst vor etwa zwei Wochen hatte das Regime eine solche Rakete getestet. Die nordkoreanischen Staatsmedien feierten den Test als Erfolg, sie hätten ihr Ziel etwa 600 Kilometer von der nordkoreanischen Ostküste getroffen. Südkorea gab hingegen an, dass die Raketen nach 450 Kilometern ins Meer stürzten.

Auch ein Test von U-Boot-gestützten ballistischen Raketen gilt als möglich. „NK News“ berichtet von einer Unterwasserplattform nahe der Stadt Nampho an der Westküste Nordkoreas, die sich dafür eignen würde. Auch an der Ostküste nahe Sinpho sei verstärkte Aktivität zu beobachten, auch dort befindet sich eine Unterwasserplattform, die dazu fähig wäre, die Raketen abzufeuern. Beobachter:innen melden von dort außerdem Bewegungen eines Schiffes, welches als Testobjekt für die Raketen genutzt werden könnte.

Eine ballistische Rakete als Symbol an Joe Biden

Die Tests des kommunistischen Landes werden als Symbol an US-Präsident Joe Biden gedeutet. Nordkorea wirft Biden eine „feindliche Politik“ gegenüber dem diktatorisch geführtem Staat vor. Sämtliche Kontaktversuche seitens der neuen US-Regierung wurden bisher abgelehnt. Mit den Raketentests könnte Kim Jong-un versuchen, weiter Druck aufzubauen, um Biden zu Zugeständnissen zu bewegen.

Die Tests haben dabei eine lange Tradition: 2012, anlässlich des 100. Geburtstag des Staatsgründers und Großvaters des heutigen nordkoreanischen „Obersten Führers“, versuchten die Nordkoreaner sogar, einen Satelliten ins All zu schießen. 2016 und 2017 wohnte der Diktator persönlich den Raketentests bei.

NameKim Jong-un
Geburtstag8. Januar 1984
GeburtsortPjöngjang, Nordkorea
EhepartnerinRi Sol-ju
KinderKim Ju-ae
GeschwisterKim Yo-jong, Kim Jong-nam, Kim Jong-chol, Kim Sol-song

Nordkorea hält sich nicht an Raketen-Verbot des UN-Sicherheitsrates

2019 teilte das Land mit, eine „taktisch geführte Waffe“ getestet zu haben. Dabei handelt es sich um eine unbemannte Rakete, die von einer Bodenstation gesteuert werden kann und eine hohe Reichweite hat. Bestückt sind diese Raketen mit sogenannten „taktischen Sprengköpfen“, wozu auch Atomsprengköpfe gehören können. Wegen seines Atomprogramms ist Nordkorea harten internationalen Sanktionen unterworfen.

Unter anderem hatte der UN-Sicherheitsrat Nordkorea in der Vergangenheit verboten, Raketentests durchzuführen. Gehalten hat sich das diktatorisch geführte Land allerdings daran bisher nicht. Das Regime argumentiert, dass die ballistischen Raketen für „den Ausbau der Militärmacht und der Abschreckung gegen alle Arten militärischer Bedrohungen auf der koreanischen Halbinsel“ nötig seien. (als)

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