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Indopazifische Region

AUKUS-Pakt: Nordkorea und China drohen mit „atomarem Wettrüsten“

  • VonLukas Zigo
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Nordkorea und China verurteilen das neue Abkommen zwischen den USA, Australien und Großbritannien scharf.

Pjöngjang – Die USA, Großbritannien und Australien haben ein Abkommen geschlossen, welches Australien mit den US-Technologien versorgt, die es braucht, um selbst Atom-U-Boote bauen zu können. China, das seine eigenen Interessen im Indopazifik verfolgt, verurteilt gemeinsam mit Nordkorea dieses Abkommen.

Das „AUKUS“ genannte Abkommen zielt darauf ab, die Stabilität in der indopazifischen Region zu stärken. Gemeinhin wird dieser Vorstoß als Konter zu Chinas wachsendem Einfluss in dem umkämpften Süd-Chinesischen Meer gesehen. Offiziell wurde der Pakt Mitte vergangener Woche (16.09.2021) vorgestellt und beinhaltet neben dem atomaren Know-how auch Marschflugkörper, Künstliche Intelligenz und weitere Technologien.

Scott Morrison Premierminister von Australien bei der Verkündung von AUKUS

USA, Großbritannien und Australien stellen AUKUS-Pakt vor – Mit AI und Marschflugkörper

„Dies sind extrem unerwünschte und gefährliche Handlungen, welche das strategische Gleichgewicht in der asiatisch-pazifischen Region durcheinander bringen und eine Kette nuklearen Wettrüstens auslösen werden“, sagte ein Beamter des Außenministeriums von Nordkorea in Bezug auf das Abkommen. Erst vergangene Woche hatte Nordkorea zwei große Tests einer Langstrecken- sowie einer ballistischen Rakete durchgeführt.

Nordkoreanische Staatsmedien zeigen einen Waffentest

Auch China kritisierte den AUKUS-Deal scharf. Der Sprecher des Außenministeriums Zhao Lijian sagte etwa, durch das Eingehen dieser Allianz riskiere man „eine schwere Schädigung des regionalen Friedens“. Außerdem würde es „das Wettrüsten intensivieren“. Pjöngjang ergänzte, es sei „ganz normal, dass Nachbarstaaten wie China Vorgehen als verantwortungslos verurteilen, welche den Frieden und die Stabilität der Region gefährden.“

USA teilt Nuklear-Technologie mit Australien – Was bedeutet das?

Zum ersten Mal seit 60 Jahren teilen die USA ihre U-Boottechnologie mit einem anderen Staat, zuvor war nur Großbritannien diese Ehre zuteilgeworden. Das bedeutet, Australien wird in der Lage sein, Atom-U-Boote zu bauen, welche schneller und schwerer zu entdecken sind als konventionell betriebene U-Boote. Diese können über Monate unter Wasser bleiben und Raketen über längere Distanzen abfeuern. Allerdings hatte Australiens Regierung betont, es wolle keine Atomwaffen installieren.

Nordkorea verwies derweil auf ein Statement von Frankreich, welches den Deal einen „Stich in den Rücken“ nannte und weiter ausführte, der Pakt führe zu einer „ernsthaften Krise“ innerhalb der Alliierten.

Frankreichs ruft Botschafter zurück – U-Boot Streit spaltet die Nato

Frankreich beäugt den AUKUS-Pakt kritisch, da er einen U-Boot-Deal beendet, welcher 2016 zwischen Australien und Frankreich unterzeichnet wurde. Für 37 Milliarden US-Dollar sollte Frankreich zwölf konventionelle U-Boote für Australien bauen. Die französische Regierung teilte mit, sie wäre nur Stunden vor der Veröffentlichung über den Abschluss des Paktes informiert worden.

Frankreich wirft Australien und den USA einen schweren Vertrauensbruch vor. Mit dem ersten Zurückziehen des Botschafters seit 1778 hat Frankreich gezeigt, wie ernst die Problematik ihrer Ansicht nach ist. (Lukas Zigo)

Rubriklistenbild: © dpa/KCNA

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