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Uno-Bericht: Nordkorea finanziert Raketen durch gestohlene Kryptowährung 

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Von: Marvin Ziegele

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Eine Rakete aus Nordkorea während eines Tests. (Archivbild)
Eine Rakete aus Nordkorea während eines Tests. (Archivbild) © AFP

Nordkorea soll ein enormes Kapital durch das Stehlen von Kryptowährungen anhäufen. Das Geld fließe in Raketentests.

Pjöngjang – Cyberangriffe aus Nordkorea sollen Kryptowährungen im Wert von Millionen von Dollar gestohlen haben. Das besagt ein Uno-Bericht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

So sollen zwischen nordkoreanische Hacker zwischen 2020 und 2021 digitale Vermögenswerte im Wert von mehr als 50 Millionen Dollar gestohlen haben, berichten die Ermittler. Die Cyberangriffe zielten auf mindestens drei Kryptowährungsbörsen in Nordamerika, Europa und Asien ab. Cyberangriffe dieser Art seien eine „wichtige Einnahmequelle“ für Nordkoreas nukleares Raketenprogramm.

Nordkorea: Millionendiebstahl durch Cyberangriffe

Der UN-Sicherheitsrat hat Nordkorea die Durchführung von Atomtests und den Start von ballistischen Raketen untersagt. Im Uno-Bericht heißt es jedoch, dass das nordkoreanische Regime unter Kim Jong-un trotz der lähmenden Sanktionen seine Infrastruktur für Atomwaffen und ballistische Raketen weiter ausbauen konnte.

Nordkorea hat sich auch weiterhin um Material, Technologie und Know-how im Ausland bemüht, unter anderem mithilfe von Cybertechnik und gemeinsamer wissenschaftlicher Forschung. Die Beobachter der Sanktionen erklärten, Pjöngjang habe seine Raketentests „deutlich beschleunigt“. „Auch wenn keine Atomtests oder Starts von ballistischen Interkontinentalraketen bekannt wurden, hat das Land seine Fähigkeiten zur Produktion von spaltbarem Material ausgebaut“, heißt es in dem Bericht.

„Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) hat ihre Fähigkeiten zur schnellen Stationierung, zur großen Mobilität (auch auf See) und zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit ihrer Raketenkräfte unter Beweis gestellt“, so die Beobachter der Sanktionen. Die USA kündigten am Sonntag (06.02.2022) an, dass ihr Sonderbeauftragter für Nordkorea im Laufe der Woche mit japanischen und südkoreanischen Beamten zusammenkommen will, um die Situation zu erörtern.

Nordkorea: Raketenprogramm schreitet stetig voran

Bereits in der Vergangenheit wurden nordkoreanische Agenten beschuldigt, „zerstörerische Cyberangriffe“ durchgeführt zu haben. Sie sollen für den militärischen Geheimdienst von Nordkorea gearbeitet und versucht haben, mehr als 1,3 Milliarden Dollar von Banken und Unternehmen zu stehlen. (marv)

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