Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nordkorea: Das Satellitenfoto zeigt die Atomanlage in Yongbyon.
+
Nordkorea: Das Satellitenfoto zeigt die Atomanlage in Yongbyon.

Material für Atomwaffen

UN „zutiefst beunruhigt“: Nordkorea nimmt Atomreaktor wohl wieder in Betrieb

  • Jan-Frederik Wendt
    VonJan-Frederik Wendt
    schließen

Nordkorea hat offenbar eine Atomanlage wieder in Betrieb genommen. Das dort produzierte Material könne für Atomwaffen verwendet werden.

Yongbyon – Nordkorea hat offenbar den Reaktor der Atomanlage in Yongbyon zur Herstellung von atomwaffentauglichem Material wieder in Betrieb genommen. „Seit Anfang Juli 2021 gibt es Anzeichen, einschließlich des Abflusses von Kühlwasser, die mit dem Betrieb des Reaktors in Einklang stehen“, teilte die Uno-Atomaufsichtsbehörde IAEO in ihrem Jahresbericht am Sonntag (29.08.2021) über den Fünf-Megawatt-Reaktor mit.

„Die jüngsten Anhaltspunkte sind zutiefst beunruhigend“, heißt es in dem Bericht weiter. Bereits im Juni hatte die internationale Atomaufsichtsbehörde auf ein Wiederanfahren des Atomreaktors in Yongbyon hingewiesen. Die Anlage wird zur Abtrennung von Plutonium aus verbrauchten Reaktorbrennstoff genutzt. Das Material kann für Atomwaffen verwendet werden.

Behörde kann Nordkoreas Atomaktivitäten nicht direkt überwachen

Die IAEO kann Nordkoreas Atomaktivitäten nicht direkt überwachen. Der Grund: Die Regierung hatte die Inspektoren im Jahr 2009 aus dem Land verwiesen. Seitdem beobachtet die IAEO die Atompolitik von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un aus der Ferne – hauptsächlich mithilfe von Satellitenbildern.

Das Foto zeigt Nordkoreas Atomanlage in Yongbyon, bevor der Kühlturm im Jahr 2008 zerstört wurde. (Archivfoto)

Der Atomreaktor Yongbyon befindet sich in der wichtigsten Atomanlage Nordkoreas. Fachleute vermuten, dass der Komplex aus einem fünf Megawatt starken Forschungsreaktor besteht – sowie Zentren zur Aufbereitung von Plutonium und Brennstäben.

Nordkorea: In der Atomanlage können sechs Kilogramm Plutonium produziert werden

Die Staatsführung Nordkoreas hatte den Reaktor Yongbyon im Dezember 2002 enthüllt. Jahre später wurde der Reaktor wieder geschlossen. Im Sommer 2013 zeigten Satellitenfotos, dass Nordkorea die Atomanlage wieder hochgefahren hatte. In Yongbyon könnten sechs Kilogramm Plutonium pro Jahr hergestellt werden, schätzen Fachleute. Die Menge würde für eine Atombombe ausreichen.

Wegen seines Atomwaffenprogramms ist Nordkorea internationalen Sanktionen unterworfen. Diese hemmen die wirtschaftliche Entwicklung des Landes seit einigen Jahren. Die Corona-Pandemie hat dem abgeschotteten Land zusätzlich geschadet. Auch die Folgen von Naturkatastrophen setzten Nordkorea weiter zu. Kim Jong-un will Nordkoreas wirtschaftliche Krise mit neuen Plänen beenden. (Jan-Frederik Wendt)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare