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Historischer Wandel in Nordirland: Sinn Féin triumphiert bei Wahl

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Von: Nail Akkoyun

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Historisches ereignet sich in Nordirland: Die republikanische Partei Sinn Féin gewinnt die Wahl – und könnte den Weg für ein vereintes Irland ebnen.

Belfast – Die katholisch-republikanische Partei Sinn Fein ist erstmals als stärkste Kraft bei der Parlamentswahl in Nordirland hervorgegangen. Das stand nach Auszählung der meisten Stimmen am Samstagabend (07. Mai) fest. Demnach errang die einst als politischer Arm der militanten Organisation IRA geltende Partei mindestens 27 der 90 Sitze in der Northern Ireland Assembly.

Sinn Fein löst damit die protestantisch-unionistische DUP (Democratic Unionist Party) als stärkste Kraft ab. Spitzenkandidatin Michelle O‘Neill steht nun das Recht zu, den Posten der Regierungschefin zu beanspruchen.

Die Spitzenkandidatin von Sinn Féin hat allen Grund zur Freude: Michelle O‘Neill (m.) dürfte nach der Nordirland-Wahl neue Regierungschefin werden.
Die Spitzenkandidatin von Sinn Féin hat allen Grund zur Freude: Michelle O‘Neill (m.) dürfte nach der Nordirland-Wahl neue Regierungschefin werden. © Peter Morrison/dpa/AP

Nordirland-Wahl: Regierungsbildung dürfte schwierig werden

Für den zum Vereinigten Königreich gehörenden Landesteil handelt es sich um ein historisches Ergebnis. Erstmals könnte eine Politikerin an der Spitze der Regierung stehen, die sich für die Loslösung von London und die Vereinigung mit der Republik Irland ausspricht. Bislang hatten stets Parteien Regierungschefs gestellt, die eine Beibehaltung der Union mit Großbritannien befürworten.

Eine Regierungsbildung könnte aber am Widerstand der protestantisch-unionistischen DUP scheitern, die einen gleichberechtigten Stellvertreter stellen müsste. Dem als Karfreitagsabkommen bekannten Friedensschluss aus dem Jahr 1998 zufolge müssen die stärksten Parteien aus beiden konfessionellen Lagern eine Einheitsregierung bilden. Dann könnte auch der Weg zu einem vereinten Irland geebnet werden. (nak/dpa)

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