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Nord-Stream-Pipelines zeigen, wie wichtig es ist, Methan in der Erde zu lassen

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Von: Joachim Wille

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Das Kieler Forschungsschiff „Poseidon“ vor einem Gletscher in Spitzbergen. Der globale Temperaturanstieg sorgt für die Freisetzung von klimaschädlichem Methan auch aus den Meeresböden des Nordpolarmeeres und aus arktischen Permafrostböden.
Das Kieler Forschungsschiff „Poseidon“ vor einem Gletscher in Spitzbergen. Der globale Temperaturanstieg sorgt für die Freisetzung von klimaschädlichem Methan auch aus den Meeresböden des Nordpolarmeeres und aus arktischen Permafrostböden. Durch die Gaslecks tritt zusätzlich giftiges Gas in die Atmosphäre aus. © Jens Greinert/Geomar/dpa

Die Lecks in Nordstream zeigen, wie wichtig es ist, den Klimakiller Methan in der Erde zu lassen. Der Kommentar.

Die Videos der Gasblasen, die aus dem Meer nahe Bornholm aufsteigen, sind gespenstisch. Der Anschlag auf die Nordstream-Pipelines hat einen „Superemitter-Event“ ausgelöst, wie ihn Europas Erdgasindustrie noch nie erlebt hat. Ein Thinktank hat die Klimawirkung des ausströmenden Methans mit den Jahresemissionen von 2,5 bis 7,5 Millionen Häusern verglichen.

Das ist ein weiterer Rückschlag im Kampf gegen die Klimakrise. Allerdings kein Grund, in Panik zu verfallen. Gemessen an den gesamten vom Menschen verursachten globalen Methanemissionen fällt die zusätzliche Menge kaum ins Gewicht – zumal die Röhren über kurz oder lang leer sein werden und durch diese Pipelines dann wahrscheinlich nie wieder auch nur ein Kubikmeter des klimaschädlichen Erdgases fließen wird.

Nordstream-Anschlag taugt als Signal, wie wichtig es ist, Methan in der Erde zu lassen

Wenn schon, dann taugt der Nordstream-„Event“ als Signal, wie wichtig es ist, den Klimakiller Methan in der Erde zu lassen. Also die Nutzung von Erdgas, konventionell oder per Fracking gewonnen, so schnell wie möglich herunterzufahren. Immerhin haben mehr als 100 Länder weltweit den Vertrag „Global Methane Pledge“ unterzeichnet. Darin sagen sie zu, den Ausstoß bis 2030 deutlich zu reduzieren. Russland hat bisher nicht unterschrieben. Warum wohl? (Joachim Wille)

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