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Nord-Stream-Lecks: Bundesanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

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Von: Erkan Pehlivan

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Nach den Explosionen an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 ermittelt nun die Bundesanwaltschaft in der Sache. Experten sprechen von Sabotage.

Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft hat wegen der Lecks in den Ostsee-Pipelines Nord-Stream 1 und Nord Stream 2 Ermittlungen aufgenommen. Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der vorsätzlichen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie der verfassungsfeindlichen Sabotage eingeleitet worden, teilte die Karlsruher Behörde am Montag mit. Das Verfahren richte sich gegen Unbekannte.

Nord-Stream-Lecks: „Genug Beweise für gezielte Beschädigung“

„Es liegen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vor, dass die beiden Gaspipelines mittels zumindest zweier Detonationen gezielt beschädigt worden sind“, so die Bundesanwaltschaft. Zuständig sei die Behörde wegen der besonderen Bedeutung des Falles: Es handele sich um einen schweren gewalttätigen Angriff auf die Energieversorgung. Dies sei geeignet, die äußere und innere Sicherheit Deutschlands zu beeinträchtigen. Weitere Auskünfte würden nicht erteilt. Die Karlsruher Bbehörde teilte mit, dass mit schnellen Ergebnissen nicht zu rechnen sei.

Auch Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat sich zu dem Thema eingeschaltet. Die deutschen Behörden würden gemeinsam mit den europäischen Partnern aufklären, wer für die Sabotage an den Leitungen verantwortlich sei. „Wir lassen uns durch den Angriff auf die Nord-Stream-Pipelines nicht einschüchtern“, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Generalbunsanwalt ermittelt wegen Explosion an der Nordstream Pipeline
Explosion an der Nordstream Pipeline © IMAGO/Forsvaret Danmark

Nord-Stream-Lecks: Explosionen mit enormer Sprengkraft

Nach den Explosionen Ende September waren schwere Beschädigungen und mehrere Unterwasser-Lecks in den beiden Röhren von Nord Stream 1 und einer Röhre von Nord Stream 2 in der Ostsee entdeckt worden. Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatten sich mindestens zwei Detonationen ereignet, die zu vier Lecks führten.

Die Lecks in den Pipelines, die von Russland nach Deutschland führen, befinden sich in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm teils in dänischen, teils in schwedischen Gewässern. Tagelang traten enorme Gasmengen aus. Dänische und schwedische Experten gehen in ihrem Bericht davon aus, dass die die Lecks durch Explosionen mit enormer Sprengkraft verursacht wurden.

Nord-Stream-Lecks: EU und Nato sprechen von Sabotage

Unter anderem die Europäische Union (EU), die Nato sowie Sicherheitskreise hatten schon unmittelbar darauf von Sabotage als Ursache für die Explosionen gesprochen. Der Verdacht hat sich nach Erkenntnissen der schwedischen Staatsanwaltschaft inzwischen erhärtet. Am Tatort stellten Expert:innen Teile sicher, die untersucht würden, hatte es vergangene Woche gehießen. Die deutsche Bundespolizei und Marine haben eine Ermittlungsmission gestartet. (Erkan Pehlivan/dpa/AFP)

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