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Nord-Stream-Explosionen waren Sabotage – Russland fühlt sich bestätigt

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Von: Nail Akkoyun, Alina Schröder

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Neue Ermittlungen zu den Nord-Stream-Lecks bestätigen Sabotage.
Neue Ermittlungen zu den Nord-Stream-Lecks bestätigen Sabotage. © Danish Defense Ministry/Imago

Die Lecks an den Pipelines von Nord Stream 1 und 2 sind laut schwedischer Staatsanwaltschaft auf schwere Sabotage zurückzuführen. Nun äußert sich auch Moskau.

+++ 11.40 Uhr: Der Kreml fühlt sich bestätigt durch Sprengstoffspuren, die Schwedens Staatsanwaltschaft bei den beschädigten Nord-Stream-Pipelines gefunden hat. „Dass nun Angaben über einen Sabotage- oder Terrorakt eintrudeln, bestätigt nur ein weiteres Mal die Informationen, die die russische Seite hatte und hat“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Es sei aber wichtig herauszufinden, wer hinter der Sprengung stehe, fügte er hinzu.

Peskow nannte derweil Spekulationen über eine Reparatur von Nord Stream verfrüht. Zunächst sei es nötig, die Schadenshöhe zu berechnen. Diese Berechnung müssten Expertinnen und Experten der Betreibergesellschaft von Nord Stream anstellen, die seinen Angaben nach inzwischen ebenfalls Zugang zur Unglücksstelle bekommen haben.

Nord Stream: Explosionen lassen sich auf schwere Sabotage zurückführen

Erstmeldung vom Freitag, 18. November: Stockholm – Die Lecks an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 lassen sich auf schwere Sabotage zurückführen. Zu diesem Schluss ist die schwedische Staatsanwaltschaft nach Ermittlungen an den Explosionsorten in der Ostsee gekommen. Analysen zeigten Sprengstoffspuren an mehreren entdeckten Fremdkörpern, teilte der mit den Voruntersuchungen betraute Staatsanwalt Mats Ljungqvist am Freitag (18. November) mit. Die fortgeschrittenen Analysearbeiten würden fortgesetzt, um sicherere Rückschlüsse rund um den Vorfall ziehen zu können.

Ende September waren nach Explosionen in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm insgesamt vier Lecks an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 entdeckt worden, jeweils zwei davon in den ausschließlichen Wirtschaftszonen Dänemarks und Schwedens. Bereits Tage nach Entdeckung der Lecks war vermutet worden, dass Sabotage dahintersteckt und sie durch vorsätzlich herbeigeführte Detonationen verursacht wurden. Auch sollen Satellitenbilder verdächtige „dunkle Schiffe“ im Bereich der Pipeline-Lecks zeigen. Russland bestreitet, für die Lecks verantwortlich zu sein. (asc/nak mit dpa)

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