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Niedersachsen-Wahl: Neue Umfrage – SPD bleibt vorne, CDU dahinter

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Von: Moritz Serif

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Bernd Althusmann
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU, l) und Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). © Ole Spata/dpa

Es dauert nicht mehr lange, dann ist Niedersachsen-Wahl. Die SPD um Stephan Weil bleibt vor der CDU und ihrem Kandidaten Bernd Althusmann.

Hannover – Die SPD um Ministerpräsident Stephan Weil liegt wenige Tage vor der Niedersachsen-Wahl einer neuen Umfrage zufolge weiter auf Kurs Wiederwahl. Im am Mittwochabend veröffentlichten „Niedersachsen Check“ mehrerer Tageszeitungen kommt die SPD auf 31 Prozent.

Das sind 2 Prozentpunkte mehr im Vergleich zum „Niedersachsen Check“ Ende August. Die CDU mit Herausforderer Bernd Althusmann liegt bei 27 Prozent (plus 1). Die Grünen verlieren an Zuspruch und stehen bei 19 Prozent (minus 3). Viertstärkste Kraft in der Umfrage ist die AfD mit 9 Prozent (plus 1). Die FDP muss mit 5 Prozent (minus 1) um den Einzug in den Landtag bangen. Die Linke würde mit unverändert 3 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Das Institut Forsa hatte 2018 Wahlberechtigte befragt.

Niedersachsen-Wahl ist am 9. Oktober

Die Landtagswahl ist am 9. Oktober. Derzeit regieren SPD und CDU in Niedersachsen in einer Großen Koalition. Eine Fortsetzung des Bündnisses gilt aber als unwahrscheinlich. Bei der Wahl 2017 war die SPD (36,9 Prozent) stärkste Kraft geworden, gefolgt von CDU (33,6 Prozent), Grünen (8,7 Prozent), FDP (7,5 Prozent) und AfD (6,2 Prozent).

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Vor Niedersachsen-Wahl: Weil und Althusmann liefern sich TV-Duell

Weil und Althusmann hatten sich im TV-Duell beharkt. Thema war unter anderem die Energiekrise gewesen. Das Atomkraftwerk im niedersächsischen Emsland werde für die Versorgungssicherheit des Bundeslandes nach allen vorliegenden Experteneinschätzungen „nicht benötigt“, sagte Weil während des live aus Hildesheim gesendeten TV-Duells.

Unter anderem werde in Niedersachsen viel Erdgas aus den Niederlanden und Norwegen importiert, die sichere Herkunftsländer seien. Anders sei die Lage bei den süddeutschen Reaktoren Isar 2 und Neckarwestheim. Althusmann betonte, er vertrete in dieser Frage eine „dezidiert andere Auffassung“. Der Weiterbetrieb aller drei noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland sei „zwingend erforderlich“. Es werde in Deutschland zu viel Gas verstromt. (mse/dpa)

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