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Rechtsextreme Republikanerin will Nato-Austritt und hofft auf Putin-Sieg

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Von: Nail Akkoyun

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Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene fordert infolge des Ukraine-Kriegs einen Nato-Austritt. (Archivfoto)
Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene fordert infolge des Ukraine-Kriegs einen Nato-Austritt. (Archivfoto) © Rod Lamkey/Imago

Die Republikanerin Marjorie Taylor Greene empört sich über den Ukraine-Kurs der US-Regierung. Statt eines Krieges mit Russland brauche es einen Nato-Austritt.

Atlanta – Die rechtsextreme Republikanerin Marjorie Taylor Greene hat sich am Donnerstag (30. Juni) für einen Sieg Russlands im Ukraine-Krieg ausgesprochen. Um Wladimir Putin einen Triumph zu ermöglichen, müsse die USA nur aus der Nato austreten, erklärte die Abgeordnete aus dem US-Bundesstaat Georgia.

„Das amerikanische Volk will keinen Krieg mit Russland, aber die Nato und unsere eigenen törichten Führer ziehen uns in einen solchen hinein“, schrieb Taylor Greene. In mehreren Twitter-Posts attackierte sie die US-Regierung und Präsident Joe Biden, unter anderem wegen der Waffenlieferungen an die Ukraine.

USA: Abgeordnete Taylor Greene warnt vor „Regime“ nach möglichem Putin-Sturz

„Die Eskalation wegen der Ukraine, einem [Nato-]Nichtmitglied, das einen Atomkrieg riskiert, ist ein Machtspiel, das die ganze Welt gefährdet. Wir sollten uns aus der Nato zurückziehen“, schrieb Marjorie Taylor Greene. Noch vor Kriegsausbruch prophezeite Donald Trump den baldigen Zusammenbruch der Nato – Taylor Greene gilt als glühende Anhängerin des früheren US-Präsidenten.

In Wirklichkeit haben sowohl die USA als auch die Nato eine direkte militärische Beteiligung an der Ukraine ausgeschlossen. „MTG“, wie die Kongressabgeordnete von vieler ihrer Fans genannt wird, behauptete jedoch, dass man einen „Stellvertreterkrieg mit Russland“ führe. „Hat sich noch niemand die Frage gestellt, wer oder welche Art von Regime Putin ersetzen würde, wenn sie [die US-Regierung] Erfolg hätten?“, schrieb sie auf Twitter.

Die Abgeordnete der Republikanischen Partei muss sich im November bei den Midterms 2022 dem Demokraten Marcus Flowers stellen. Der hofft auf einen Überraschungssieg im „durch und durch republikanischen“ Bezirk Rome. (nak)

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