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Biden bunkert Geheimdokumente – „Obama-Leute halten ihn für einen Idioten“

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Von: Karolin Schäfer

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Erneut tauchen geheime Dokumente in Joe Bidens Anwesen auf. Das lässt Republikaner am Gesundheitszustand des Präsidenten zweifeln.

Washington, D.C. – Nachdem im Privathaus von Joe Biden weitere Geheimdokumente sichergestellt wurden, ist der US-Präsident massiver Kritik ausgesetzt. Der Nachrichtenagentur AP zufolge gaben Bidens Anwälte am Samstag (14. Januar) bekannt, dass fünf Dokumente im Haus des Präsidenten in Delaware gefunden wurden. Zuvor war immer nur von einem Dokument die Rede gewesen.

Insgesamt sechs Seiten wurden entdeckt, teilte der Rechtsberater des Präsidenten, Richard Sauber, in einer Erklärung mit. Einige davon sollen aus seiner Amtszeit als Vizepräsident unter dem ehemaligen Präsidenten der USA, Barack Obama, stammen. Derartige Regierungsdokumente in seinem privaten Besitz zu lagern, ist allerdings nicht erlaubt.

Joe Biden: Geheimdokumente aufgetaucht – Republikaner wittern Chance

Angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr, scheinen die Schlagzeilen um den US-Präsidenten für Republikaner:innen gerade richtig zu kommen. „Entweder ist Joe Biden ein absoluter Heuchler oder völlig ahnungslos. Wahrscheinlich beides. Wir müssen der Sache auf den Grund gehen“, schrieb der republikanische Senator Rick Scott aus Florida beim Kurznachrichtendienst Twitter.

„MEHR?!? Zusätzliche als geheim markierte Dokumente in Bidens Anwesen in Wilmington gefunden“, twitterte Jason Miller, ehemaliger Berater des Ex-Präsidenten Donald Trump. Er zeigte sich erstaunt, dass nur wenige Joe Biden im Moment verteidigen würden. „Die klugen Mitglieder seiner Regierung haben sich bereits abgesetzt. Die Obama-Leute halten ihn für einen Idioten“, so Miller.

Geheime Regierungsdokumente auch bei Donald Trump gefunden

Zuvor hatte Generalstaatsanwalt Merrick Garland den ehemaligen US-Staatsanwalt für Maryland Robert Hur als Sonderberater ernannt, um die mutmaßlich falsche Handhabung mit den Dokumenten zu untersuchen. Dabei handele es sich um die erste Untersuchung gegen einen demokratischen Präsidenten seit etwa zwei Jahrzehnten, berichtete Newsweek.

Anders sieht es dagegen bei Donald Trump aus, der sich einer Reihe von Gerichtsverfahren stellen muss. Bei dem ehemaligen US-Präsidenten wurden während einer FBI-Razzia mehr als 100 Geheimdokumente in seinem Anwesen in Florida sichergestellt. Dennoch zeigte er sich verärgert über den Biden-Vorfall. „Was Biden getan hat, war falsch“, schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social.

US-Präsident Joe Biden. (Archivbild)
US-Präsident Joe Biden. (Archivfoto) © Jim LoScalzo/imago

„Was ich getan habe, war RICHTIG: gesicherte Dokumente an einem sicheren Ort, verschlossene Türen, Wachen und Secret Service, funktionierende Sicherheitskameras“, ergänzte Trump mit Blick auf die zahlreichen Dokumente, die in Mar-a-Lago gefunden wurden. Sein Anwesen gleiche einer „bewaffneten Festung“.

Geheimdokumente bei Biden und Trump gefunden: Demokraten grenzen sich ab

Die Demokraten versuchen dagegen, Biden von Trump abzugrenzen. „Die Situation von Trump mit der von Biden zu vergleichen, ist eine falsche Gleichsetzung“, betonte Dave Aronberg, Staatsanwalt von Palm Beach County, gegenüber Newsweek. „Wenn Trump die Dokumente einfach zurückgegeben hätte, wie Biden es getan hat, gäbe es keine strafrechtlichen Ermittlungen. Aber Trump weigerte sich mehrere Monate lang zu kooperieren, was zu einer Vorladung führte, die weitgehend ignoriert wurde und das Justizministerium dazu zwang, einen Durchsuchungsbefehl zu erwirken.“

Die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar aus Minnesota hingegen befürwortet die Untersuchung rund um Joe Biden und die Geheimakten. „Ich bin froh, dass es einen Sonderstaatsanwalt gibt“, zitierte Newsweek die Demokratin. „Jedes Mal, wenn es eine Abweichung in Bezug auf die Sicherheitsprotokolle gibt, sollte das ernst genommen werden. Das sollte untersucht werden“, sagte Omar.

Auch der demokratische Abgeordnete Matt Cartwright aus Pennsylvania ist sich sicher, dass man künftig prüfen müsse, „wie scheidende Präsidenten und Vizepräsidenten die Archivierung ihrer Dokumente organisieren“, erklärte er gegenüber Fox News. „Denn so kann es nicht weitergehen.“ (kas)

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