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„Es ist wirklich passiert“: Putin überlebt wohl „Attentat“

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Von: Tobias Utz

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Russlands Präsident Putin entkommt anscheinend zu Kriegsbeginn einem Attentat. Die Täter stammen wohl aus dem Kaukasus.

Moskau – Wladimir Putin hat offenbar ein Attentat im Ukraine-Krieg überlebt. Zum Mordversuch soll es bereits Ende Februar, kurz nach der Invasion Russlands in der Ukraine, gekommen sein. Das berichtet die ukrainische Zeitung Ukrainska Pravda mit Bezug auf Aussagen des Chefs des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanov.

„Es gab ein versuchtes Attentat auf Wladimir Putin“, erklärte Budanov im Interview, das am Dienstag (24. Mai) veröffentlicht wurde. Der Mordversuch sei nach den Informationen des ukrainischen Geheimdienstes „vor nicht allzu langer Zeit von Vertretern des Kaukasus“ durchgeführt worden, so Budanov.

Wladimir Putin überlebt offenbar Attentat

Obwohl das Attentat keinen Erfolg hatte, seien die Informationen über den gescheiterten Angriff auf Wladimir Putin vom Kreml unter Verschluss gehalten worden: „Es war ein absolut erfolgloser Versuch, aber es ist wirklich passiert. Es war vor etwa zwei Monaten“, erklärte Budanov der ukrainischen Zeitung.

Ukraine-Krieg
Wladimir Putin am Rande der Militärparade am 9. Mai, dem „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland. © Mikhail Metzel/AP/dpa

Die Angabe Budanovs, dass die mutmaßlichen Attentäter aus dem „Kaukasus“ kamen, ist mehr als schwammig. Der Kaukasus ist ein Gebiet zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer, welches sich auf die Staatsgebiete von Georgien, dem Iran, Aserbaidschan und Armenien erstreckt. Woher die Angreifer genau stammten, blieb unklar.

Budanovs Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Aus dem Kreml gab es am Dienstag keinerlei Statements zu den Behauptungen des ukrainischen Geheimdienstchefs. Der Zeitungsbericht lässt neben der Herkunft der mutmaßlichen Attentäter weitere Fragen offen. Beispielsweise blieb ungeklärt, wo der Attentatsversuch stattfand und unter welchen Umständen. Russlands Präsident Putin genießt beispielsweise dauerhaften Personenschutz. Insbesondere in den vergangenen Jahren wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft, unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie. Putin empfing Staatsgäste zum Beispiel nur an einem sehr langen Tisch. Um Putins Gesundheit ranken sich zudem zahlreiche Gerüchte. Eine Krebserkrankung wird ihm immer wieder nachgesagt.

Derweil gibt es offenbar Zweifel an Putin im Kreml. Laut internen Berichten sind viele Verbündete unzufrieden mit seiner Politik. Ein Nachfolger wird bereits in Russland gehandelt. Putin selbst beteiligt sich an den Spekulationen hingegen nicht. Er plant stattdessen, wie der Kreml die schweren Verluste im Ukraine-Krieg kompensieren kann. Dafür steht eine verdeckte Generalmobilisierung der Bevölkerung auf der Agenda. (tu)

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