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Stellen sich Putins engste Vertraute gegen ihn? Whistleblower spricht von möglichem „Bürgerkrieg“

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Von: Sophia Lother

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Prigoschin und Putin
Prigoschin und Putin gelten als Vertraute, doch hält das an? (Archivbild) © Alexey Druzhinin/AFP

Ein Whistleblower skizziert ein düsteres Bild für Russland und dessen Machthaber Wladimir Putin. Stellen sich Kadyrow und Prigoschin bald gegen ihn?

Moskau – Es scheint eng zu werden für Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Einige Medien sprachen bereits vor einigen Wochen von einem Machtkampf um die Nachfolge Putins. Offenbar geleakte E-Mails eines Whistleblowers im Geheimdienst FSB zeichnen jetzt ein äußerst düsteres Bild für den Kreml-Chef.

Angesichts der neuesten Verluste im Ukraine-Krieg sollen die engsten Verbündeten von Putin nach mehr Macht in Russland greifen, berichtet das Portal Newsweek, dem die E-Mails vorliegen.

Ukraine-Krieg: Stellen sich Kadyrow und Prigoschin bald gegen Putin?

Die Mails wurden dem US-Nachrichtenportal nach eigenen Angaben durch die „Wind of Change Research Group“ übermittelt, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Washington. In Ihnen beschreibt der FSB-Whistleblower demnach chaotische Zustände.

Der Chef der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, und Jewgeni Prigoschin, der Gründer der russischen Söldner-Organisation Wagner, versuchen sich laut dem Whistleblower immer weiter hervorzutun. Zuletzt hatten Kadyrow und Progoschin vermehrt Einigkeit demonstriert. Laut dem Institute for the Study of War versuchen beide, insbesondere Prigoschin, ihre Macht auszubauen – auch zulasten von Putin. Der Whistleblower deutete an, dass es für den Kreml nicht einfach sein wird, Prigoschin kleinzuhalten, sollte er eine Bedrohung für Putins Herrschaft darstellen.

„Bürgerkrieg“ in Russland? Whistleblower skizziert düsteres Szenario

Der Informant sagte weiter, der FSB erwarte, dass die beiden eine Reihe von Provokationen starten werden, die den Geheimdienst (FSB) verleumden und auf seine „angebliche Unfähigkeit, die Situation im Land zu kontrollieren“ hinweisen sollen. „Der FSB ist nicht bereit für den internen Terror, und Prigoschin und Kadyrow glauben, dass ihre Zeit gekommen ist und sie sich jetzt zu profilieren. Beide erkennen, dass sie für Putin nicht mehr notwendig sind, wenn sie aufhören zu kämpfen und einen Dialog beginnen“, ist er sich sicher.

Der FSB-Whistleblower befürchtet, es könnte in Russland zu einem Bürgerkrieg kommen. „Zu viele Menschen in Russland haben den Punkt überschritten, an dem es kein Zurück mehr gibt“, betont er. In einer weiteren E-Mail werden seine Worte noch dringlicher. Prigoschin würde seine Leute auf den „Terror im eigenen Land“ vorbereiten, inmitten einer ohnehin schon großen Unmutswelle in Russland. Er prognostiziert mögliche Aufstände und Plünderungen. „Wenn alles nach Prigoschins Szenario abläuft, werden wir sowohl die Kontrolle als auch das Land verlieren“, so seine Schlussfolgerung. (slo)

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