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Ukraine-Krieg: Rettung von 38 schwer Verwundeten aus Mariupol geplant

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Von: Nadja Austel, Marvin Ziegele, Tanja Koch

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Soldaten aus Mariupol sollen ausgetauscht werden. Der Krieg im Südosten der Ukraine geht unvermindert weiter. Der Newsticker.

Dieser Liveticker ist beendet. Alle weiteren News zum Ukraine-Krieg in unserem aktuellen Ticker.

Update vom Freitag, 13. Mai, 06.59 Uhr: Mit internationaler Unterstützung setzt die ukrainische Führung ihre Bemühungen um Rettung der Soldaten im belagerten Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol fort. „Wir haben eine neue Runde der Verhandlungen eröffnet“, sagte Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk am Donnerstagabend nach Angaben der „Ukrajinska Prawda“. Kiew habe den UN und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz das Mandat zu den Gesprächen mit der russischen Seite erteilt, die Türkei sei inzwischen als Vermittler dabei.

„Wir möchten, dass ein Abkommen darüber unterzeichnet wird, wie die Evakuierung aus Azovstal abläuft, wird sind zur Unterzeichnung bereit“, sagte Wereschtschuk. Angestrebt sei eine Evakuierung in mehreren Etappen - an erster Stelle stehe die Rettung von 38 schwer verwundeten Verteidigern aus Azovstal. Sollte dies klappen, „dann bewegen wir uns weiter“. Die Ukraine ist unter anderem bereit, russische Kriegsgefangene für die Verwundeten aus Azovstal auszutauschen

Ukraine-Krieg: Asowstal in Mariupol – Austausch von 38 Kämpfern geplant

+++ 21.18 Uhr: Ein Flugabwehrschütze der 81. Brigade der ukrainischen Luftstreitkräfte schoss einen russischen Mi-24-Hubschrauber ab. Das teilte der Pressedienst der ukrainischen Luftangriffstruppen laut dem Nachrichtenportal Ukrajinska Prawda mit. Der Schütze, der im Gebiet von Luhansk im Einsatz ist, habe eine Gruppe von vier russischen Hubschraubern erspäht und schoss den Anführer des zweiten Paares mit einer Stinger-Rakete ab.

+++ 19.09 Uhr: Offenbar ist der Austausch von 38 schwer verletzten Kämpfern aus dem Mariupoler Stahlwerk gegen russische Gefangene angedacht. Die Ukraine führt nach eigenen Angaben Verhandlungen mit Russland. Die Gespräche seien „sehr schwierig“, erklärte die stellvertretende Regierungschefin Iryna Wereschtschuk. Es gehe um zunächst nur 38 Soldaten, die gegen gefangene Russen ausgetauscht werden sollen. Verschiedene Medien hatten zuvor von 500 bis 600 Ukrainern gesprochen, die aus dem Stahlwerk gebracht werden könnten. Diese Zahlen dementiert Wereschtschuk und fügt hinzu: „Wir arbeiten Schritt für Schritt.“

+++ 18.25 Uhr: Ein neues Video, das von The Kyiv Independent auf Twitter veröffentlicht wurde, zeigt die erneute Bombardierung des Stahlwerks Asowstal. Das Stahlwerk bildet die letzte ukrainische Hochburg im belagerten Mariupol. Nach Angaben der Regierung halten sich dort noch mehr als 1000 ukrainische Soldaten, darunter Hunderte von Verwundeten, auf.

Ukraine-Krieg: Evakuierung in Luhansk gestoppt

+++ 16.40 Uhr: Die Ukraine stoppt die Evakuierung von Zivilisten aus der Region Sievierodonetsk, Gebiet Luhansk. Grund sind dauerhafte Angriffe durch die russische Armee. Der Bürgermeister der Stadt, Oleksandr Striuk, sagte, die Behörden würden die Evakuierung wieder aufnehmen, sobald der Beschuss aufhöre. Nach Angaben des Beamten befinden sich noch bis zu 15.000 Einwohner in Sievierodonetsk.

Ukraine-Krieg: Russische Panzer beschießen Bildungseinrichtung

+++ 15.00 Uhr: Russische Streitkräfte beschossen Bildungseinrichtungen in Nowhorod-Siverskij, Gebiet Tschernihiw. Das berichtet das ukrainische Einsatzkommando Nord. Bei dem Angriff wurden drei Menschen getötet, zwölf verletzt und mehrere Gebäude beschädigt.

Ukraine-Krieg: Russlands Panzer werden zu „fahrenden Särgen“

+++ 13.11 Uhr: Ein Video chinesischer Medien soll einen russischen Panzer zeigen, der nahe Mariupol explodiert. Der Geschützturm des russischen Panzers soll über 50 Meter in die Luft katapuliert worden sein. Zwar sei die Art der verwendeten Waffe unbekannt, laut der britischen Daily Mail müsse aber davon ausgegangen, dass sich die Ukraine bei dem Angriff der bekannten Schwächen der russischen Panzer bedient habe. Diese würden die Fahrzeuge „zu rollenden Särgern“ machen. Das sagte Russland-Experte Sam Bendett gegenüber CNN.

Im Ukraine-Krieg zerstörte russische Panzer. Deren Bauart gibt den Ukrainern einen Angriffspunkt.
Im Ukraine-Krieg zerstörte russische Panzer. Deren Bauart gibt den Ukrainern einen Angriffspunkt. © Genya Savilov/afp

Ukraine-Krieg: Massiver Beschuss aus Russland

+++ 12.47 Uhr: In der Region Luhansk soll es laut des US-Nachrichtensenders CNN zu intensivem Beschuss durch Russland gekommen sein. Dazu zitiert CNN den Leiter der Militärverwaltung der Region Luhansk: „Der Feind hat die eroberten Siedlungen in Luhansk vollständig zerstört. Der Beschuss wurde entlang der gesamten Luhansker Front intensiviert.“

Er betonte außerdem, dass Russland seine Taktik im Osten nicht ändern würde. „Sie zerstören Städte und gehen erst dann zur verbrannten Erde über.“ Die „Verbrannte Erde“-Taktik beschreibtr eine Strategie, bei der eine Konfliktpartei alles zerstört, was dem Feind nützen kann. Das beinhaltet Straßen, Fabriken, Lebensmittel, in einigen Fällen sogar Städte und Dörfer.

Ukraine-Krieg: Russland nimmt Beschuss des Südens wieder auf

+++ 11.02 Uhr: Im Süden der Ukraine meldet das ukrainische Militär weiteren Beschuss durch russische Streitkräfte, aber keine Veränderung der Frontstellung, berichtet der US-Nachrichtensender CNN. Derweil läuft die ukrainische Gegenoffensive in der Region Charkiw weiter. Der Generalstab der Ukraine berichtete, dass Russland die Einheiten im Grenzgebiet verstärkt haben.

Die Behörden in Dnipro erklärten, es habe die ganze Nacht über Beschuss gegeben und ein Zivilist sei getötet worden. In den letzten 24 Stunden wurden elf Menschen durch russischen Beschuss im Oblast Mykolaiv verletzt, berichtet das Nachrichtenportal Kiyv Independent. Derzeit werden dort 157 durch russische Angriffe verletzte Personen in Krankenhäusern berichtet.

Ukraine-Krieg: Russland muss immer mehr Verluste hinnehmen

+++ 10.25 Uhr: Russland soll seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine 26.650 Soldaten verloren haben, berichtet das Nachrichtenportal Kiyv Independent. Die ukrainischen Streitkräfte teilten außerdem mit, dass Russland 1.195 Panzer, 2.873 gepanzerte Mannschaftstransporter, 2.019 Fahrzeuge und Treibstofftanks, 534 Artilleriesysteme, 191 Mehrfachraketen, 87 Flugabwehrsysteme, 161 Hubschrauber, 199 Flugzeuge, 398 UAVs und 13 Boote verloren haben soll.

Ukraine-Krieg: Asow-Regiment bittet Elon Musk um Hilfe – „Wenn nicht Sie, wer dann?“

+++ 09.42 Uhr:  Ein ukrainischer Militärkommandeur in der belagerten Hafenstadt Mariupol hat einen verzweifelten Appell an den reichsten Mann der Welt, Elon Musk, gerichtet. Der Kommandeur der 36. Marinebrigade, Serhij Wolyna, schrieb am Mittwoch auf Twitter an den neuen Eigentümer des Kurzbotschaftendiensts: „Helfen Sie uns, aus Asow-Stahl in ein Vermittler-Land zu kommen. Wenn nicht Sie, wer dann?“

Wolyna, dessen Einheit seit Wochen in den von russischen Truppen belagerten Industrieanlagen von Asow-Stahl ausharrt, erklärte dazu, er habe sich extra ein Konto bei Twitter eingerichtet, um Musk zu erreichen. „Man sagt, Sie kommen von einem anderen Planeten, um die Menschen zu lehren, an das Unmögliche zu glauben“, schrieb er an Musk. „Unsere Planeten liegen nebeneinander, da ich dort lebe, wo es fast unmöglich ist, zu überleben.“ Er rief „jeden Menschen auf dem Planeten Erde“ auf, dazu beizutragen, dass Musk seinen Appell wahrnimmt.

Nach Angaben der ukrainischen Regierung befinden sich nach wie vor mehr als tausend Soldaten in den weitläufigen unterirdischen Anlagen des Stahlwerks aus der Sowjetzeit. Sie sind die letzten Verteidiger in der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol, die mittlerweile abgesehen von dem Industriegebiet vollständig unter russischer Kontrolle steht. Hunderte Zivilisten wurden in den vergangenen Wochen aus den Anlagen in Sicherheit gebracht.

Ukraine-Krieg: Klitschko befürchtet Angriffe auf Kiew – Einsatz von Streumunition dokumentiert

Erstmeldung vom Donnerstag, 12. Mai, 08.42 Uhr: Kiew – Trotz, dass die russischen Truppen aus der Umgebung von Kiew abgezogen sind, befürchtet Bürgermeister Vitali Klitschko „jederzeit“ einen neuen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt. Im Gespräch mit dem US-Sender CNN schloss Klitschko sogar den Einsatz taktischer Atomwaffen nicht aus. Kiew bleibe das Hauptziel des russischen Militärs.

„Und solange in der Ukraine Krieg herrscht, können wir nicht einem Ukrainer irgendwelche Garantien geben“, sagte der frühere Box-Weltmeister. „Aktuell hat Sicherheit für uns oberste Priorität“, sagte er. Zwar werde das Land von „unseren Kriegern“ verteidigt, doch das Risiko bleibe. „Und ohne unsere Partner, ohne die USA und die europäischen Staaten können wir nicht überleben.“

Ukraine-Krieg: Kämpfe zwischen Cherson und Mykolajiw in der Süd-Ukraine

In der Region zwischen Cherson und Mykolajiw im Süden der Ukraine haben sich russische und ukrainische Truppen indes erbitterte Gefechte geliefert. Dabei gaben die Verteidiger den russischen Angreifern „keine Gelegenheit zum Vordringen“, wie die ukrainische Militärführung erklärte.

Im Verlauf der Kämpfe seien mindestens 23 russische Soldaten getötet sowie zwei Panzer und ein Munitionslager zerstört worden, zitierte die Agentur Unian aus der Mitteilung. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Ukraine-Krieg: Human Rights Watch berichtet von Streumunition aufseiten Russlands und der Ukraine

Die russischen Streitkräfte haben der Organisation Human Rights Watch zufolge in der Ukraine international geächtete Streumunition eingesetzt. Dadurch seien Hunderte Zivilisten getötet sowie Schulen, Wohn- und Krankenhäuser beschädigt worden

In Mykolajiw seien nach lokalen Medienberichten durch Streumunition am 13. März neun Menschen verstorben, die vor einem Geldautomaten Schlange standen. Wie viele Einsätze es insgesamt waren, sei schwer zu sagen. Die Organisation gehe von Hunderten aus. Auch die Ukraine habe Berichten zufolge mindestens einmal Streumunition genutzt – konkret in einem besetzten Dorf bei Charkiw.

An den internationalen Vertrag, der seit 2010 den Einsatz, die Lagerung, den Handel und die Produktion von Streumunition verbietet, sind streng genommen nur die 110 Vertragsstaaten gebunden, nicht aber Russland und die Ukraine. (tk mit afp/dpa)

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