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Krieg in der Ukraine: Angeblich schon 15.300 russische Soldaten gestorben

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Von: Daniel Dillmann, Lucas Maier

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Der Krieg in der Ukraine gestaltet sich für Russland verlustreicher als zu Beginn angenommen. Putins Armee soll sich in Teilen des Landes auf dem Rückzug befinden.

+++ 13.59 Uhr: Die Armee Russlands befindet sich in Teilen der Ukraine offenbar auf dem Rückzug. Laut Meldungen im US-Nachrichtensender CNN gelang es im Laufe des Morgens den Streitkräften der Ukraine, einzelne Städte im Nordwesten des Landes zurückzuerobern. Gleichzeitig soll Russland im Krieg in der Ukraine die Angriffe auf Kiew und Mariupol intensiviert haben.

Zusätzlich sieht sich die russische Armee in den besetzten Gebieten in der Ukraine immer mehr Partisanen-Angriffen ausgesesetzt. Der Widerstand der Bevölkerung sei weiterhin ungebrochen, berichtet ein CNN-Korrespondent. Russische Truppen würden immer wieder aus dem Hinterhalt angegriffen werden. Das wiederum erschwere die Versorgung der Einheiten an der Front.

Freiwillige in der Ukraine trainieren für den Kampf gegen Russland.
Freiwillige in der Ukraine trainieren für den Kampf gegen Russland. © Felipe Dana/dpa

Krieg in der Ukraine: Russlands Verluste steigen

+++ 12.15 Uhr: Das Nachrichtenportal The Kyiv Independet berichtet von den Verlusten der russischen Armee, Stand 22. März. Die Angaben wurden von den Streitkräften der Ukraine übermittelt. Demnach seien um 15.300 russische Soldaten gestorben, drei Schiffe versenkt, 123 Hubschrauber abgeschossen und 509 Tanker sowie 1556 Truppentransporter zerstört worden.

Krieg in der Ukraine: Kreml-treue Zeitung veröffentlicht Artikel über Russlands Verluste

Update vom Dienstag, 22.03.2022, 10.00 Uhr: Dass der Krieg in der Ukraine nicht wie von Russlands Präsident geplant abläuft, ist offensichtlich. Unbekannt bleibt hingegen, wie hoch der Blutzoll bereits ist, den die russische Armee für den Angriff auf die Ukraine zahlen muss, darüber herrscht Unklarheit.

Eine Kreml-treue Tagsezeitung hat nun einen Bericht veröffentlicht, in dem von 9861 gefallenen russischen Soldaten die Rede ist. Weitere 16.153 Soldaten sollen verwundet worden sein. Der Artikel war allerdings nur wenige Minuten im Online-Angebot der Komsomolskaya Pravda zu finden, ehe er wieder gelöscht wurde. Darüber berichtete der Journalist Illia Ponomarenko vom Nachrichtenportal Kyiv Independent. Laut Informationen der Geheimdienste aus den USA und Großbritannien muss Russland derzeit bis zu 1000 gefallene Streitkräfte pro Tag im Ukraine-Krieg verkraften. Das berichtet die New York Times. Laut Angaben der ukrainischen Behörden sind die Opferzahlen viel höher. Russland spricht bislang von weniger als 400 gefallenen Soldaten.

Krieg in der Ukraine: Russland tut sich schwer

Erstmeldung vom Montag, 21.03.2022, 17.30 Uhr: Kiew – Russland greift seit fast einem Monat die Ukraine an. So bestürzt sich viele Politiker, Stars und Experten über den Krieg gezeigt haben, so erstaunt äußern sich Militärexperten über das Vorgehen von Russland.

Ein zerstörter russischer Panzer steht nach Kämpfen im Ukraine-Krieg nördlich von Kiew.
Ein zerstörter russischer Panzer steht nach Kämpfen im Ukraine-Krieg nördlich von Kiew. © Felipe Dana/dpa

Die Armee von Wladimir Putin scheint im Krieg in der Ukraine Schwierigkeiten an allen Ecken und Enden zu haben. Der Militärexperte und US-General Franklin McKenzie zeigt sich gegenüber dem Nachrichtenportal cbsnews.com ebenfalls erstaunt. „Dass sie so große Probleme haben, überrascht mich“, sagte er.

Krieg in der Ukraine: London attestiert Russland schwere Verluste

Bereits am Mittwoch (16.03.2022) gab es eine ähnliche Stellungnahme aus London, wie die dpa berichtet. Der englische Geheimdienst schrieb in einer Stellungnahme, dass die Armee hinter Wolodymyr Selenskyj die Schwächen Russlands taktisch gut genutzt habe.

Die Armee der Ukraine habe den Vormarsch der russischen Armee abwehren können und der Armee Putins schwere Verluste zugefügt, heißt es aus dem britischen Verteidigungsministerium. Seitens der Ukraine heißt es, dass Russland bereits rund 40 Prozent seiner Truppen beim Angriff auf das Nachbarland verloren haben soll. Aktuell können diese Angaben jedoch nicht unabhängig überprüft werden.

Krieg in der Ukraine: Putins Panzer mit Problemen

Während der britische Geheimdienst die ausbleibenden militärischen Erfolge von Russland auf fehlende Lufthoheit und somit auch fehlende Handlungsoptionen zurückführt, hat McKenzie einen anderen Blick auf den Ukraine-Krieg. Der General war die letzten drei Jahre nach Angaben von cbsnews im Nahen Osten für die USA im Einsatz.

In nächster Nähe zu Streitkräften aus Russland hatte er die Armee von Wladimir Putin als starke und große Panzerarmee* kennengelernt. Die vergangenen drei Wochen haben jedoch die vermeintlichen Erkenntnisse aus drei Jahre Syrien-Einsatz* widerlegt.

Krieg in der Ukraine: Russland verliert militärisches Gerät

Das ukrainische Militär gibt jeden Tag die Verluste von Russland im Krieg in der Ukraine bekannt. Die Zahl der mutmaßlich zerstörten Panzer unterstreicht die Wahrnehmung von McKenzie. Demnach sollen bis zum 21.03.2022 bereits 498 russische Panzer zerstört worden sein. Aktuell können auch diese Angaben nicht unabhängig bestätigt werden.

Der Amerikaner McKenzie war in seiner Karriere selbst bereits Panzerkommandant. Dass einer ganzen Panzer-Kolone der Sprit auf dem Weg in Richtung Kiew ausging, konnte der über 60-Jahre alte Veteran kaum glauben.

Krieg in der Ukraine: Hat Russland zu wenig Übung?

Bei dem Vormarsch seien grundlegende logistische Überlegungen ausgeblieben, so das Fazit des Generals. Dass sich Russland bei ihrem Panzerangriff vor allem auf Straßen bewegt*, führt McKenzie auf einen Mangel an Training zurück.

Die Straßen sind Todesfallen, besonders für gepanzerte Fahrzeuge, besonders wenn man gegen Leute kämpft, die gute Panzerabwehrsysteme haben, und die Ukrainer haben gute Panzerabwehrsysteme.

Frank McKanzie gegenüber cbsnews

Ob die hohen Verluste von Russland im Krieg in der Ukraine auf ihre eigene Inkompetenz zurückzuführen sind, wird sich nach der Einschätzung von McKenzie erst noch zeigen. Nachdem die Truppen der Ukraine den ersten Vormarsch auf Kiew wohl gestoppt haben*, geht er allerdings davon aus, dass sich Russland neu formieren wird, um einen weiteren Angriff zu starten. Ein Scheitern von Putins Armee vor Kiew hält der Experte auf Dauer für unrealistisch. Der General führte zudem an, dass die USA, EU* und Nato* auch weiterhin Waffen an die Ukraine liefern werden. (lm/dil) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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