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Verwirrung vor Ohio-Wahl - Trump unterstützt falschen Spitzenkandidaten

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Von: Nail Akkoyun

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Auf einer Kundgebung hat Donald Trump dem falschen Spitzenkandidaten den Rücken gestärkt. (Archivbild)
Auf einer Kundgebung hat Donald Trump dem falschen Spitzenkandidaten den Rücken gestärkt. (Archivfoto) © Aaron Josefczyk/Imago Images

Zwei Republikaner buhlen bei der Wahl in Ohio um die Unterstützung von Donald Trump. Der verwechselt seinen Favoriten – und erfindet schließlich einen Namen.

Greenwood, Nebraska – Am 03. Mai findet in den USA die Senatswahl in Ohio statt, für die auch Donald Trump bereits mehrfach geworben hat. Bei der Wahl unterstützt der ehemalige US-Präsident den Autor und Republikaner JD Vance, welcher zu früheren Zeiten sogar ein Kritiker Trumps war. Auf einer Kundgebung in Nebraska stärkte Trump allerdings dem falschen Spitzenkandidaten den Rücken.

„Wir haben – JP, richtig? JD Mandel, und er macht sich gut. Sie machen sich alle gut. Sie machen sich alle gut. Und wir werden sehen, was passiert“, sagte Trump über die mit Spannung erwartete Senatswahl in Ohio. Das Problem: Bei Mandel, genauer gesagt Josh Mandel, handelt es sich um einen Konkurrenten von Vance, der sich zuvor ebenfalls um Trumps Unterstützung bemüht hatte. Offenbar hat Trump die Namen nicht nur verwechselt, sondern auch noch durcheinander gewürfelt.

Vor Senatswahl in Ohio: Donald Trump macht sich über Joe Biden lustig

Noch im vergangenen Monat verkündete Donald Trump auf einer Kundgebung, dass JD Vance „am besten qualifiziert und bereit ist“, die Wahl „im großartigen Staat Ohio“ für sich zu entscheiden. Es ginge dabei „nur ums Gewinnen“, die Republikanische Partei dürfe „keine Spielchen spielen“. Der Staat gilt in den USA als sogenannter „Swing State“ – ein Staat, bei dem beide Parteien eine hohe Chance auf Wahlsiege haben. Bei den vergangenen Präsidentschaftswahlen in den Jahren 2016 und 2020 ging die Mehrheit der Stimmen aus Ohio an Donald Trump.

NameJames David „JD“ Vance
Geburtsdaten02. August 1984 in Middletown, Ohio
BerufSchriftsteller und Kapitalmanager
ParteiRepublikanische Partei

Ohio-Spitzenkandidat JD Vance äußert sich nicht zu Versprecher von Donald Trump

Vance, der vor wenigen Wochen „unglaublich geehrt“ über den Support Trumps war, äußerte sich bislang nicht zu dessen Malheur. Dass Vance sich öffentlich über den Ausrutscher beklagen wird, scheint jedoch unwahrscheinlich. War es doch erst Trumps Zuspruch, der ihn in Ohio an die Spitze der Umfragen beförderte. Nur ein Beispiel, welches darlegt, wie sehr sich die Anhänger:innen der Republikanischen Partei nach wie vor hinter Donald Trump stellen und ihm gehorchen – und das, obwohl Vance den ehemaligen Präsidenten einst als „Amerikas Hitler“ bezeichnet hat.

Sich jeglicher Ironie unbewusst, machte sich Donald Trump auf derselben Kundgebung dann noch über den vier Jahre älteren US-Präsidenten Joe Biden lustig, weil dieser in der Vergangenheit Probleme mit dem Stottern hatte und heute offen mit seiner Sprachstörung umgeht. Dabei diente der eigentliche Zweck der Veranstaltung der Unterstützung von Charles Herbster, einem Gouverneurskandidaten in Nebraska, der sich – wie auch Trump – mit Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe und Fehlverhaltens konfrontiert sieht. „Ich verteidige Leute, wenn ich weiß, dass sie gut sind“, sagte Trump. „Ich verteidige meine Freunde.“ (nak)

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