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Steuererklärungen öffentlich: Trump greift Donald Jr. unter die Arme

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Von: Karolin Schäfer

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Die veröffentlichten Steuererklärungen von Donald Trump zeigen, dass der Ex-Präsident seinen ältesten Sohn finanziell unterstützt hat. Das wirft Fragen auf.

Washington, D.C. – Das US-Repräsentantenhaus hat am Freitag (30. Dezember) auf Druck der Demokraten mehrere Tausend Seiten an Steuerdokumenten von Donald Trump veröffentlicht. Von Bankkonto in China bis kaum gezahlte Einkommenssteuer auf Bundesebene – die Dokumente geben Einblicke in die Finanzen des Ex-Präsidenten aus den Jahren 2015 bis 2020.

Aus den Steuererklärungen geht auch hervor, dass der ehemalige Präsident der USA das gescheiterte Unternehmen seines Sohnes Donald Trump Jr. im Jahr 2018 mit einer Million Dollar unterstützt hat. Das berichtete die New York Times am Freitag (30. Dezember).

Steuerdokumente von Trump öffentlich: Ex-Präsident kauft Unternehmen seines Sohnes

Der älteste Sohn von Donald Trump gründete 2010 das Unternehmen „Titan Atlas Manufacturing“, welches Gussplatten für Fertighäuser produzierte. Aussichtsreiche Chance hatten die Firma aber offenbar nicht. Das Unternehmen war hoch verschuldet, berichtete die Times 2017. Um seinem Sohn unter die Arme zu greifen, gründete Donald Trump das Unternehmen „DB Pace“. Damit kaufte der Ex-Präsident das riesige Areal seines Sohnes.

Der ehemalige Präsident Donald Trump bei einem Pressestatement, an dem er bekannt gibt, dass er zum dritten Mal für das Amt des Präsidenten kandieren möchte.
Der ehemalige Präsident Donald Trump bei einem Pressestatement, an dem er bekannt gibt, dass er zum dritten Mal für das Amt des Präsidenten kandieren möchte. © Andrew Harnik/dpa

Das sollte allerdings nicht die einzige Rettungsaktion des ehemaligen Präsidenten bleiben. Donald Trump Jr., seine Tochter Ivanka Trump sowie sein zweitgeborener Sohn Eric Trump erhielten ein Darlehen in Höhe von 51.000 Dollar, berichtete The Independent. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, meldete der ehemalige Präsident im Jahr 2015 Zinsbeträge.

Donald Trumps Steuererklärungen wirft Fragen auf

Dabei stelle sich die Frage, „ob es sich bei den Krediten um Transaktionen unter Beachtung des Fremdvergleichs handelte oder ob die Überweisungen verschleierte Geschenke waren, die zu einer Schenkungssteuer und Nichtberücksichtigung von Zinsabzügen durch die verbundenen Kreditnehmer führen könnten“, zitierte The Independent den Ausschuss des Repräsentantenhauses.

Im Jahr 2016 soll Trump erneut Zinserträge aus den Darlehen seiner Kinder gemeldet haben. Laut The Independent könnte dies darauf hindeuten, dass man die Zahlung einer Schenkungssteuer umgehen wollte. Auch in den darauffolgenden Jahren meldete Trump Zinserträge in seinen Steuererklärungen.

Trump hatte nicht wie üblich während seiner Kandidatur als Präsident oder seiner Amtszeit die Dokumente herausgegeben. Er hatte sich jahrelang juristisch gegen die Veröffentlichung der Steuerunterlagen gewehrt. Damit scheiterte er nun vor dem Obersten Gericht in den USA. (kas)

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