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Wie geht es mit dem 9-Euro-Ticket weiter? Länder fordern ein Konzept

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Von: Teresa Toth

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Die Nachfrage am 9-Euro-Ticket ist hoch. Daher soll es einen Nachfolger geben – Details sind jedoch noch unklar.
Die Nachfrage am 9-Euro-Ticket ist hoch. Daher soll es einen Nachfolger geben – Details sind jedoch noch unklar. © Michael Matthey/dpa

Der Druck auf Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) steigt: Die Länder verlangen zeitnah ein Konzept für mögliche Nachfolgeangebote des 9-Euro-Tickets.

Berlin – Bis Ende August ist das 9-Euro-Ticket noch gültig. Wie es danach weitergehen soll ist bislang unklar. Fest steht allerdings, dass es nach Ablaufen des Tickets zumindest ähnliche Angebote geben soll. Daher fordern die Bundesländer von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) schnellstmöglich ein Konzept für mögliche Nachfolge-Tickets.

„Wenn Minister Wissing schon im September ein Nachfolgeticket am Start haben will, sollte er jetzt schleunigst liefern“, so die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die Bremer Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Die Grünen), gegenüber den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Schaefer betonte, dass die Länder generell bereit seien, sich an einer Finanzierung eines neuen Nahverkehrtickets „ substantiell zu beteiligen“.

Nachfolge für 9-Euro-Ticket: Viele Details muss Volker Wissing (FDP) noch klären

Dazu müssten allerdings noch die Details des Nachfolgetickets geklärt werden. „Grundvoraussetzung für eine solche Entscheidung wären aber Fakten, die Bundesminister Wissing bisher schuldig bleibt“, so die Senatorin. Es gebe bislang noch viele offene Fragen: „Wie teuer wäre ein Nachfolgeticket? Gilt es bundesweit? Wie hoch soll konkret der Länderanteil sein?“

Wissing sieht das 9-Euro-Ticket als großen Erfolg, betonte zuletzt allerdings, dass die Länder im Fall eines Nachfolgers klären müssten, „wie sie das finanzieren wollen“. Das Angebot läuft momentan noch für den Regional- und Nahverkehr in ganz Deutschland und ist jeweils für einen Monat gültig. Es wurde für Juni, Juli und August eingeführt und ist Teil der staatlichen Entlastungspakete, mit denen Bürgerinnen und Bürger angesichts der gestiegenen Energie- und Spritpreise entlastet werden sollen.

Nachfolge für 9-Euro-Ticket: Nicht alle teilen die Einschätzung von Volker Wissing

Entgegen Wissings positiver Einschätzung des 9-Euro-Tickets stellt sich Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) klar gegen eine weitere Finanzierung des Angebots oder eines Nachfolgeangebots durch den Bund. Auch ein Finanzierungsvorschlag der Grünen, der Einfluss auf die Versteuerung von Dienstwagen hätte, lehnt der FDP-Politiker vehement ab. (tt/afp)

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