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Ausgebrannte Autos stehen nach einem Bombenanschlag im Zentrum Bagdads.

Terror im Irak

Neuer Anschlag mit Autobombe in Bagdad: Mindestens 23 Tote

Bei einem zweiten Autobombenanschlag innerhalb weniger Stunden sterben in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 23 Menschen.

Bei einem zweiten Autobombenanschlag innerhalb weniger Stunden sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden, meldeten Sicherheitskräfte.

Demnach explodierte die Autobombe im Zentrum der Stadt unweit der nationalen Pensionsagentur. Bilder zeigten eine dicke schwarze Rauchsäule über dem Anschlagsort. Einwohner berichteten, es habe eine heftige Explosion gegeben. Zunächst war unklar, wer für das Attentat verantwortlich ist.

Erst am Montagabend waren bei einem Autobombenanschlag im Bagdader Stadtteil Karrada nach jüngsten Angaben mindestens 13 Menschen getötet worden, 34 weitere wurden verletzt. Die Bombe explodierte in einer Gegend mit vielen Geschäften und Restaurants. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Attentat.

Die sunnitischen Extremisten sind für zahlreiche Anschläge im Irak verantwortlich. Sie wollen auf diesem Weg die Spannungen zwischen den Schiiten und Sunniten im Land weiter schüren. Die Anschläge sind auch eine Reaktion auf den militärischen Druck, unter dem der IS in seiner bisherigen nordirakischen Hochburg Mossul steht.

Die jüngsten Anschläge kommen nur wenige Tage nach Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan, den der IS in den vergangenen Jahren immer wieder für zahlreiche Anschläge genutzt hatte. Im vergangenen Jahr hatte ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe ebenfalls in Karrada rund 300 Menschen mit in den Tod gerissen. (dpa)

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