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Ein Mahnmal am Halitplatz in Kassel erinnert an dem vom NSU ermordeten Halit Yozgat.
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Ein Mahnmal am Halitplatz in Kassel erinnert an dem vom NSU ermordeten Halit Yozgat.

NSU-Mord in Kassel

Neue Spur zum NSU?

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Eine Zeugin aus der rechten Szene berichtet im hessischen NSU-Untersuchungsausschuss, dass sie vor dem Mord an dem Kasseler Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat mehrmals am Tatort war. Jetzt ermittelt die Polizei.

Erkenntnisse des hessischen NSU-Untersuchungsausschusses beschäftigen nun die Ermittler. Die hessische CDU-Fraktion gab am Mittwoch in Wiesbaden bekannt, der Ausschussvorsitzende Hartmut Honka (CDU) habe den Generalbundesanwalt über die Aussage einer Zeugin aus der rechten Szene unterrichtet.

Der hessische Ausschuss befasst sich mit dem Mord an dem Kasseler Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat im April 2006, der der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) angelastet wird. Die Zeugin Corryna Görtz, die über zahlreiche Kontakte in die rechtsextreme Szene verfügte, hatte am Freitag in Wiesbaden ausgesagt, dass sie den Tatort in den Monaten vor der Tat mehrfach aufgesucht habe. Görtz war von Herbst 2005 bis Februar 2006 Freigängerin im offenen Vollzug in Baunatal nahe Kassel. Sie bestritt jedoch jeden Kontakt zu den NSU-Terroristen.

Der Untersuchungsausschuss forsche nun nach einer ehemaligen Zellengenossin von Görtz, sagte CDU-Obmann Holger Bellino. Sie soll Görtz den Tipp gegeben haben, Yozgats Café aufzusuchen. Bellino fügte hinzu, diese Spur könne dazu führen, dass Drogenkontakte stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerieten. Aus dem Café heraus habe es laut den Ermittlern 156 Anrufe bei albanischen Dealern gegeben. Dies betreffe allerdings Kunden des Internetcafés und nicht den Betreiber Yozgat, betonte Bellino.

Die SPD hofft, dass die neue Spur Erkenntnisse darüber bringt, wie der NSU seine Opfer ausgewählt hat. Diese Frage sei bis heute ungeklärt.

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