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USA

Neue Sanktionen: Nordkoreas langer Arm soll gestoppt werden

  • Delia Friess
    VonDelia Friess
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Die USA belegen Nordkorea erneut mit Sanktionen. Betroffen ist auch ein Filmstudio, dessen langer Arm bis in Disneyproduktionen reichen soll.

Washington, D.C. - Anlässlich des internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember haben die USA unter dem demokratischen US-Präsident Joe Biden erneut Sanktionen gegen das Regime in Nordkorea und dessen Diktator Kim Jong-un erlassen.

Betroffen von neuen US-Sanktionen ist u. a. das nordkoreanische Trickfilmstudio SEK (Scientific and Educational Film Studio of Korea). Das Filmstudio soll an der Produktion zahlreicher Trick- und Kinderfilme beteiligt sein, darunter auch an Disney-Filmen wie „König der Löwen“ und „Pocahontas“. Der Einfluss des nordkoreanischen Unternehmen reicht wohl auch nach Deutschland: Auch an bekannten deutschen Produktionen wie „Lauras Stern“ oder Trickfilme über den Hasen „Felix“ soll das Trickfilmstudio mit Sitz in der Hauptstadt Pjöngjang mitgearbeitet haben. Das Unternehmen sei in Staatsbesitz und habe Ableger sowie Mitarbeiter:innen in China und anderen Staaten, so eine anonyme Quelle. Der Name eines nordkoreanischen Geschäftsmannes tauche laut der Nachrichtenseite NK News mit Sitz in Südkorea immer wieder im Zusammenhang mit dubiosen Machenschaften von Nordkorea auf. Dieser soll Verbindungen zu anderen Firmen in China und Shanghai haben, dazu sollen auch das Nings Cartoon Studio, Shanghai Hongman Cartoon und Animation Design Studio zählen.

Neue Sanktionen gegen Nordkorea: Auch Trickfilmstudio in Nordkorea betroffen

Auch weitere Firmen in Europa sollen die Dienste der nordkoreanischen Produktionsfirma regelmäßig nutzen. Höchst problematisch: Nordkorea unter Diktator Kim Jong-un ist für die Unterdrückung von Menschenrechten und Meinungsfreiheit und die Verbreitung von Propaganda bekannt. Die USA werfen der Produktionsfirma außerdem vor, Sanktionen umgangen zu haben.

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un: Ein staatseigenes Trickfilmstudio soll auch an deutschen Produktionen beteiligt sein.

Neben dem Trickfilmstudio wurde auch der Verteidigungsminister von Nordkorea Ri Yong Gil mit Sanktionen belegt. Nordkorea sorgt immer wieder mit Raketentests und Militärparaden für Sorgen - bei den USA und in der Region, vor allem in den unmittelbaren Nachbarländern wie Südkorea.

Nordkorea: Menschenrechtsexpert:innen begrüßen neue Sanktionen

Michael Kirby, der ehemalige Leiter der UN-Kommission, die Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea untersuchte, bezeichnete die Sanktionen als „einen guten Schritt“, denn Sanktionen seien leider die „einzige Sprache, die Nordkorea verstehe“. Die Sanktionen zeigten auch, dass die Biden-Administration Menschenrechte nicht ignoriere - im Gegensatz zu Donald Trump. Der australische Menschenrechtsexperte übte in diesem Kontext starke Kritik an der Trump-Regierung: Es sei wichtig, dass die Augen vor den schockierenden Zuständen der Menschenrechte in Nordkorea nicht verschlossen werden und angemessen reagiert werde, betonte Kirby.

„Wir sind entschlossen, die Menschenrechte in den Mittelpunkt unserer Außenpolitik zu stellen“, sagte US-Außenminister Antony Blinken über die weiteren Pläne der Biden-Regierung. Neben Nordkorea wurden auch noch andere Staaten, darunter China, und Einzelpersonen, mit Sanktionen belegt. Ziel sei es, auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © dpa

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