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Greser & Lenz als Klapperschlage.

Große Tiere

Die Neue Frankfurter Schule

Die Fotografin Anika Kempf hat sich listig an die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule herangeschlichen - listig und von langer Hand vorbereitet.

Die Fotografin Anika Kempf hat sich listig an die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule herangeschlichen - listig und von langer Hand vorbereitet. Als Lehrerskind im Münsterland knickte sie Eselsohren in F.K.-Waechter-Bücher, bekleckerte und bemalte planvoll die antiautoritären Mitmachbücher des Frankfurter Künstlers.

Zog 2004 selbst nach Frankfurt, überlegte: "Was ist hier, was war hier", was lohnt ein Fotoprojekt? Kam auf die Idee, die Dichter und Zeichner der berühmten Satireschule zu verewigen, "in natürlichem Licht, in natürlichen Porträts", am Ort ihres Wirkens.

Sie schrieb höfliche Briefe: Ob sie und ihre Hasselblad-Kamera demnächst mal ...? Kam zu Besuch in Waechters Dachkammer, in Gernhardts Dichterklause, ins Haus von Greser und Lenz, fing an zu beobachten, kam immer näher ... irgendwann hatte Anika Kempf, inzwischen 31, sich mit ihrer Hasselblad auf Armeslänge an die Meister herangerobbt, und es machte Klack!

Manchem wurde erst da bewusst, worauf er sich eingelassen hatte. "Hilfe, Frau Anika!" ging es F.W. Bernstein durch den Kopf, als das Kameragetüm so dicht bei ihm stand. Zuletzt bat Kempf die Künstler, ihr Lieblingstier darzustellen. Jetzt sind die Bilder Teil eines schönen Fotobuchs geworden. Und man staunt: Herr Gsella, der Chef von der "Titanic", ein Faultier? Wer hätte das gedacht?"Tukan, Gibbon, Klapperschlange:Porträts und Gedichte der Neuen Frankfurter Schule", B3 Verlag, Frankfurt

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