Kommenatr: WELTWIRTSCHAFTSFORUM

Neue Akzente

Wie sich die Zeiten ändern. Vor einem Jahr und kurz vor dem Irak-Krieg präsentierte sich das Weltwirtschaftsforum in Davos noch als Schlachtfeld für

Von ROLF PAASCH

Wie sich die Zeiten ändern. Vor einem Jahr und kurz vor dem Irak-Krieg präsentierte sich das Weltwirtschaftsforum in Davos noch als Schlachtfeld für transatlantische Duelle. Diesmal plädieren die in der Schweiz versammelten Weltenlenker für einen neuen Dialog. UN-Generalsekretär Annan will nach der Konzentration auf den Anti-Terror-Krieg die internationale Agenda "neu ausbalancieren". In ihrer Befassung mit den legitimen Sicherheitsinteressen der wohlhabenden Länder dürften die Vereinten Nationen nicht ihre Verantwortung gegenüber den armen Ländern vergessen.

Selbst die Hardliner der Regierung Bush treffen bei ihren Auftritten in Davos ungewohnte Töne. US-Justizminister John Ashcroft sieht die USA "den Kampf gegen den Terror gewinnen" und redet gleich über den nächsten Kampf gegen Armut und Korruption. Und am Samstag scheint sich der Kreis des transatlantischen Konflikts zu schließen, wenn US-Vizepräsident Dick Cheney für internationale Kooperation beim Wiederaufbau Iraks werben will. Was Annan echtes Anliegen ist, dürfte für die Regierung Bush eher Wahlkampfstrategie sein. Und nur für 14 Prozent der demokratischen Vorwähler in Iowa war Irak noch wichtigster Punkt. Themenwechsel allerorten.

Dossier: Irak nach dem KriegDossier: Grenzen der Globalisierung

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