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„Neubeginn wie 1945“ - Bouffiers Vergleich sorgt für Kritik

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Volker Bouffier vergleicht in einem Gastbeitrag in der FAZ den Neuginn nach der Corona-Pandemie mit dem nach Kriegsende. Die SPD und Grüne üben deutliche Kritik.

Als „unerträglich und unentschuldbar“ hat der Generalsekretär der SPD Hessen, Christoph Degen, einen Gastbeitrag von Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) zum 8. Mai gegeißelt. „Ich bin fassungslos über das Maß an menschlicher, historischer und politischer Ignoranz, das Volker Bouffier hier offenbart“, sagte der Sozialdemokrat am Freitag. „Sein Text ist eines hochrangigen Repräsentanten unseres Staates unwürdig.“

Grünen-Fraktionschef Mathias Wagner distanzierte sich von den Aussagen des Anführers der schwarz-grünen Koalition. Bouffier habe sich in der Wortwahl vergriffen: „Vergleiche mit dem unvergleichlichem Schrecken, den Verbrechen und den Folgen des Zweiten Weltkrieges gehen meistens schief oder können leicht falsch verstanden werden.“ Die Corona-Krise fordere Hessen. „Es liegt aber nicht in Trümmern.“

In einem online veröffentlichten Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte Bouffier Parallelen zwischen dem Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit nach dem Corona-Stillstand gezogen. „Das gesamte öffentliche Leben habe wegen der Corona-Krise pausieren und die Wirtschaft vorübergehend stillstehen müssen, schrieb er. „Aber wie 1945 kann auch in dieser ,Stunde Null’ ein chancenreicher Neuanfang liegen.“ jur

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