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Neubauer: "Wahnsinnig große Sorgen bereitet uns der fossile Kanzler Olaf Scholz"

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Von: Moritz Serif

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Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer von der Klimabewegung Fridays for Future fordert eine umweltbewusstere Politik unter Kanzler Scholz. (Archivfoto)
Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer von der Klimabewegung Fridays for Future fordert eine umweltbewusstere Politik unter Kanzler Scholz. (Archivfoto) © Boris Roessler/dpa

Klimaaktivistin Luisa Neubauer ruft zum Klimastreik auf und fordert die Regierung auf, in das Klima zu investieren, bevor es zu spät ist.

Berlin – Deutschland könne diesen Wandel schaffen und „ein führendes Land in der industriellen Welt der Zukunft“ werden, sagte Kanzler Scholz kurz nach seinem Amtsbeginn. Luisa Neubauer ist mit dessen Klimapolitik unzufrieden. „Wahnsinnig große Sorgen bereitet uns der fossile Kanzler Olaf Scholz, der anscheinend kein Interesse daran hat, uns substanziell aus der Klimakrise rauszuholen“, so die Klimaaktivistin.

Scholz werde seiner Verantwortung „national und international einfach nicht gerecht“. Die Klimaaktivist:innen seien „schockiert, dass das Koalitionsklima immer wichtiger ist als das Weltklima. Dass man immer meint, Kompromisse machen zu können, mit der Physik und mit der Wirklichkeit“, sagte Neubauer.

Luisa Neubauer: "Sind schockiert, dass Koalitionsklima wichtiger ist als Weltklima"

„Die Regierung wird den Herausforderungen insgesamt nicht gerecht. Wir sind vor allem schockiert, dass das Koalitionsklima immer wichtiger ist als das Weltklima.“ Gleichzeitig hat Fridays For Future zu einem weltweiten Klimastreik am Freitag (23. September) aufgerufen.

Allein in Deutschland soll es Demonstrationen in rund 200 Städten geben, darunter auch in Berlin, Hamburg und Köln. Angemeldet zu dem Protest in der Hauptstadt sind 8000 Teilnehmer. „Wir werden die Fragen von sozialer Sicherheit und Klimaschutz zusammenführen“, sagte Neubauer. Es sei „einer der größten Erfolge derjenigen, die weder ein Interesse an Klimaschutz noch an sozialer Gerechtigkeit habe", argumentierte Neubauer.

Neubauer warnt: Wegen Klimakrise wird Geld für soziale Entlastung fehlen

Es werde der Anschein erweckt, „als sei Klimaschutz per se unsozial, günstige Energie fossil und soziale Sicherheit irgendwie etwas, was man sich erst auch einmal leisten können muss“, kritisierte die Klimaaktivistin. Die durch die Erderwärmung ausgelösten Katastrophen würden „absehbar“ so teuer werden, „dass dann das Geld fehlt, um soziale Entlastung zu organisieren“, warnte Neubauer.

„Also ist jetzt noch die Zeit, richtig reinzugehen in Klimaschutz, Klimaanpassung, Katastrophenschutz und damit überhaupt noch die Möglichkeit zu haben, langfristig für soziale Gerechtigkeit zu sorgen.“ Der vom Menschen verursachte Klimawandel hat in Deutschland seit der Jahrtausendwende zu jährlichen Schäden in Höhe von rund 6,6 Milliarden Euro geführt. Insgesamt sind es laut Bundesministerium für Hitze, Dürre und Fluten bis 2021 mindestens 145 Milliarden Euro gewesen. (mse/dpa/afp)

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