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Nato-Beitritt von Finnland und Schweden – Erdogan äußert neue Bedenken

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Von: Moritz Serif

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Erdogan
Recep Tayyip Erdogan, türkischer Staatspräsident. © Depo Photos / Imago Images

Schweden und Finnland wollen in die Nato. Doch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht das Beitrittsgesuch kritisch. 

Ankara - Recep Tayyip Erdogan, türkischer Präsident, hat weiter Bedenken gegen einen Nato-Betritt von Schweden und Finnland. Beide Länder müssten Schritte gegen die kurdischen Organisationen PKK und YPG einleiten, forderte Erdogan gegenüber Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Schweden und Finnland müssten ihre Haltung ändern. Die PKK ist in Deutschland als Terrororganisation eingestuft, die YPG nicht.

Zudem sollten die zwei Staaten garantieren, ein Waffenembargo aufzuheben. Schweden müsse seine „politische, finanzielle und militärische Unterstützung“ für terroristische Gruppen einstellen, ebenso „Embargos für die Verteidigungsindustrie“. In einem weiteren Telefonat mit der schwedischen Ministerpräsidentin Magdalena Andersson habe Erdogan seine Forderung wiederholt.

Türkei blockiert Nato-Beitritt von Schweden und Finnland

Schweden und Finnland hatten Mitte Mai die Aufnahme in die Verteidigungsallianz beantragt. Die Türkei blockiert den Aufnahmeprozess bislang. Ab Mittwoch kommender Woche treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 30 Bündnisstaaten zu einem zweitägigen Nato-Gipfel in Madrid.

Doch das ist noch nicht alles. Zuvor findet noch der G7-Gipfel in Deutschland statt. Dort diskutieren die teilnehmenden Länder den Ukraine-Krieg, sowie die Ernährungs-, Energie- und Klimakrise. (mse/dpa)

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