Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kritik an eigener Partei

Angriffe auf Nancy Pelosi von links: AOC legt los

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
    schließen

Die Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez lässt kein gutes Haar an der eigenen Partei. Sie findet, Nancy Pelosis Zeit als Sprecherin ist abgelaufen.

  • Die Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez scheut sich bekanntlich nicht, Kritik am eigenen Lager zu äußern.
  • Sie findet, die demokratischen Führungspersonen Nancy Pelosi und Chuck Schumer sollten ersetzt werden.
  • Auch an den Personalentscheidungen des künftigen Präsidenten Joe Biden hat sie viel auszusetzen.

Washington, D.C. – Dass die linke Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez trotz gewonnener US-Wahl 2020 nicht zufrieden mit ihrer eigenen Partei ist, hat sie schon kurz nach dem Wahlsieg von Joe Biden in einem Interview kundgetan. Damals kritisierte die 31 Jahre alte US-Abgeordnete unter anderem, die Demokraten seien nicht in der Lage, digitale Kampagnen zu fahren und appellierte an die Partei, dass die Arbeit erst jetzt, nach der Wahl, so richtig losgehe.

Im Interview mit dem Portal „The Intercept“ legt Ocasio-Cortez dar, wo sie Verbesserungsbedarf sieht: zunächst einmal in der Führung. Für Nancy Pelosi, Sprecherin der Demokraten im Repräsentantenhaus, und Chuck Schumer, Sprecher der Demokraten im Senat, sei es Zeit zu gehen. Doch wie die beiden ersetzt werden sollen, wisse man auch links der demokratischen Mitte noch nicht.

Die demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez kritisiert die Führung ihrer eigenen Partei.

Alexandria Ocasio-Cortez kritisiert Führung der Demokraten

„Wenn man dieses Vakuum schafft, sind da so viele verachtenswerte Kräfte im Spiel, die das Vakuum mit etwas noch schlechterem füllen wollen“, sagte Ocasio-Cortez dem Portal. Sie kritisierte, dass die Fraktion jahrelang die Macht auf wenige Personen konzentriert und dabei verschlafen habe, Nachwuchs-Führungskräfte heranzuziehen.

„Bei vielem geht es nicht nur um diese zwei Persönlichkeiten, sondern auch um die strukturellen Verschiebungen, die diese beiden Persönlichkeiten in ihrer Zeit als Leitung angeführt haben“, sagte die Repräsentantin. Es habe eine Verschiebung der Machtverhältnisse gegeben, sodass eine individuelle Führungskraft der Demokraten weitaus nicht mehr so viel Macht habe wie vor 30, 40 oder 50 Jahren. Diese Dynamik stoße vielversprechenden Nachwuchs weg, der dann lieber auf ebene eines Bundesstaates ein Amt ausübe.

Nancy Pelosi hat dem Bericht zufolge angedeutet, dass die bevorstehende ihre letzte Amtszeit sein könnte. „Die Linke macht auch dafür nicht wirklich einen Plan“, stellt Ocasio-Cortez ihr eigenes Lager an den Pranger. Und weiter: „Ich denke schon, dass das etwas ist, über das wir uns wirklich Gedanken machen müssen.“ Sie selbst sehe sich aber nicht in naher Zukunft in der Position von Pelosi: „Das Haus ist ungemein kompliziert und ich bin noch nicht bereit.“ Sie wisse, dass sie diesen Job nicht machen könnte.

Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez: Bidens Personalentscheidungen „schrecklich“

Neben der Besetzung der Sprecher-Positionen machte Alexandria Ocasio-Cortez ihrem Ärger über die von Joe Biden ernannten künftigen Amtsträger in der Regierung. „Es ist schrecklich“, sagte die Demokratin. Biden bringt bekannte Gesichter der Obama-Regierung zurück, „die, je nachdem, wo man in der Partei steht, nett klingen können, denke ich.“ Das Problem dabei sei, dass schon Obama bekannte Gesichter der Clinton-Regierung zurückgebracht habe.

Laut dem Magazin „Politico“ wurden dutzende Personen unter anderem von Goldman Sachs, McKinsey, Facebook und Google still und leise in Bidens Übergangsteam geholt. Die gleiche Besetzung und deren Vorgehensweise als Regierung in den USA ist laut der 31-jährigen Ocasio-Cortez „ein gewaltiger Grund, warum wir Donald Trump überhaupt bekommen haben.“ (Ines Alberti)

Rubriklistenbild: © Jae C. Hong/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare