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Der Nachthimmel über Gaza-Stadt leuchtet orange, nachdem Kampfjets des israelischen Militärs Angriffe auf radikale Palästinenser gestartet haben.

Nahost-Konflikt

Weiter Raketenangriffe auf Israel

Militante Palästinenser setzen die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel fort. Das Militär kündigt Vergeltung an.

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Freitag Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. Israels Militär teilte am Morgen mit, zwei Geschosse seien auf die Grenzregion am Rande des Palästinensergebiets abgefeuert worden. In der Grenzstadt Sderot heulten die Alarmsirenen.

Insgesamt seien seit Donnerstagabend neun Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden, sagte ein Armeesprecher in Tel Aviv. Eine davon sei im Gazastreifen selbst eingeschlagen.

In der Nacht zum Freitag griff Israels Luftwaffe Dutzende Ziele im Gazastreifen an. In dem gesamten Küstenstreifen wurden nach Armeeangaben rund 100 Ziele beschossen.

Am Abend hatten militante Palästinenser erstmals seit dem Gaza-Krieg 2014 zwei Raketen auf Tel Aviv abgefeuert. Es gab jedoch weder Sachschaden noch Verletzte. Israels Militär machte die im Gazastreifen herrschende Hamas für die Angriffe verantwortlich. Die Hamas sowie die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad wiesen jedoch die Verantwortung für die Angriffe zurück.

Israels Militär antwortet mit Kampfjets

Als Reaktion auf die Angriffe attackierten israelische Kampfjets mehrere Ziele im Gazastreifen. Die israelischen Streitkräfte bestätigten auf Twitter Angriffe auf mehrere „terroristische“ Ziele, machten zunächst aber keine näheren Angaben dazu. Laut dem Nachrichtensender Al-Arabija waren mindestens vier Explosionen in dem Küstengebiet am Mittelmeer zu hören, davon eine besonders schwere in der Stadt Gaza. Beschossen wurde demnach auch ein Quartier der radikalen Palästinenserorganisation Hamas in Chan Junis. Berichte über Verletzte oder konkrete Schäden gab es zunächst nicht.

Die neue Eskalation geschah weniger als einen Monat vor der Parlamentswahl in Israel. Politische Rivalen werfen dem Regierungschef Benjamin Netanjahu vor, er gehe nicht entschlossen genug gegen die Hamas vor.

Schon im November war der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinenserorganisationen in dem blockierten Küstenstreifen gefährlich eskaliert. Fast 500 Raketen und Mörsergranaten wurden auf Israel abgefeuert. Dabei wurde ein Mann in Israel getötet, bei heftigen israelischen Gegenangriffen kamen sieben Palästinenser ums Leben. Gegen eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe gab es seitdem mehrere Verstöße.

Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom. (dpa/afp)

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