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Nahost-Konflikt

Israel reagiert mit Luftschlägen auf Hamas-Raketen aus Gaza

  • Yasemin Kamisli
    VonYasemin Kamisli
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Die Hamas feuert erneut Raketen auf das Staatsgebiet Israels. Die israelische Armee antwortet mit Luftschlägen.

Gaza/Tel Aviv – Wieder ist eine Waffenruhe im Nahen Osten in weite Ferne gerückt. Die Konflikte zwischen Israel und den Menschen im Gazastreifen flammen stattdessen wieder auf. Nun hat Israels Luftwaffe die dritte Nacht in Folge nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen. „In der Nacht zum Montag wurde eine weitere Rakete vom Gazastreifen auf israelisches Gebiet gefeuert“, berichtet die israelische Armee.

Als Reaktion hätten israelische Kampfjets einen militärischen Posten der in dem Küstenstreifen herrschenden Hamas angegriffen. Außerdem sei ein schweres Maschinengewehr beschossen worden, welches auf Israel gerichtet war. Israel sieht die islamistische Hamas als verantwortlich für alle Angriffe aus dem Gazastreifen.

Gaza: Nahost-Konflikt zwischen Israel und Hamas spitzt sich zu

Aufgrund der zugespitzten Lage um den Gaza-Streifen verstärkt sich ebenfalls die Sorge vor einem neuen, größeren Konflikt. In den vergangenen Tagen wurden bei den gewaltsamen Demonstrationen mehrere Menschen verletzt und getötet. Derweil sind aus Gaza erneut mehrere Ballons mit Brand- und Sprengsätzen nach Israel geschickt worden, worauf Israel teils reagiert hat. Anfang des Monats habe sich Israel darum bemüht, die Lage am Gaza-Streifen zu beruhigen. Dafür wurden eine Reihe von Maßnahmen für die Menschen vor Ort umgesetzt, mit denen sich die Hamas jedoch nicht zufriedengaben.

Der Konflikt in Gaza spitzt sich zu. Als Reaktion auf einen Raketenbeschuss kommt es erneut zu Luftangriffen aus Israel.

Die im Gazastreifen herrschende Hamas fordert eine vollständige Aufhebung der seit 2007 verschärften Blockade des Küstenstreifens. In dem Gebiet am Mittelmeer leben etwa zwei Millionen Menschen unter sehr schlechten Bedingungen auf engstem Raum. Israel und Ägypten begründen die Blockade mit Sicherheitserwägungen. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Im Mai dieses Jahres hatte der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern zu einem elftägigen militärischen Waffengang geführt. Ägypten vermittelte schließlich eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, welche am 21. Mai 2021 in Kraft trat.

Israels Außenminister Jair Lapid stellt Erleichterungsplan für Palästinenser:innen vor

Derweil hat der israelische Außenminister Jair Lapid einen Erleichterungsplan vorgestellt, um die Lebensbedingungen der Palästinenser im Gazastreifen zu verbessern. Im Gegenzug müsse die dort herrschende radikalislamische Hamas für Waffenruhe sorgen, um die „endlose Spirale der Gewalt“ zu beenden, sagte Lapid. Außerdem soll die Infrastruktur im völlig verarmten Gazastreifen erneuert werden. „Das Elektrizitätssystem wird repariert, Gas wird angeschlossen, eine Meerwasser-Entsalzungsanlage gebaut, das Gesundheitssystem wird deutlich verbessert, und Häuser und Verkehrswesen werden wieder aufgebaut“, sagte Lapid.

Laut dem israelischen Außenminister könnten ein Hafen sowie eine Verkehrsverbindung zwischen dem Gazastreifen und dem von Israel besetzten Westjordanland gebaut werden. Jedoch unter folgender Voraussetzungen: „Im Gegenzug muss sich die Hamas zu langfristiger Ruhe verpflichten“, forderte Lapid. In diesem Prozess müsse die internationale Gemeinschaft eine Rolle spielen, allen voran Ägypten, dessen Territorium an den südlichen Gazastreifen grenzt. Israels Außenminister stellte eindeutig klar, dass er nicht zu Verhandlungen mit der Hamas bereit wäre. „Israel spricht nicht mit Terrororganisationen, die uns zerstören wollen“, bekräftigte er. (Yasemin Kamisli mit dpa)

Rubriklistenbild: © dpa / Ashraf Amra

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