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Nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen leidet die FDP unter Anfeindungen. 

Nach Thüringen-Wahl: FDP beklagt Übergriffe in ganz Deutschland

Die FDP sieht sich aktuell bedroht und beklagt Übergriffe. Hintergrund ist die Wahl Thomas Kemmerichs zum kurzzeitigen Ministerpräsidenten in Thüringen. 

Nach der Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen sehen sich Vertreter der FDP nach Angaben der Bundespartei zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. „Es hat Vandalismus gegen Einrichtungen, Bedrohungen und Übergriffe im gesamten Bundesgebiet gegeben“, teilte die FDP-Zentrale in Berlin auf Anfrage des „Tagesspiegel“ (Montag) mit. 

FDP-Politikerin mit Feuerwerkskörpern angegriffen

So habe etwa die FDP-Politikerin Karoline Preisler in Mecklenburg-Vorpommern nach einem Angriff mit Feuerwerkskörpern zusammen mit ihrer Tochter fliehen müssen. 

Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war am Mittwoch im Landtag in Erfurt zum Ministerpräsidenten Thüringens gewählt worden - auch von der AfD, deren Landtagsfraktion von Partei-Rechtsaußen Björn Höcke geleitet wird. 

FDP-Mann Kemmerich in der Kritik

Kemmerich war anschließend massiv kritisiert worden, weil er die Wahl, die er ohne die Stimmen der AfD nicht gewonnen hätte, annahm. Er trat später zurück, ist aber aktuell noch geschäftsführend im Amt. Die FDP hatte bei der Landtagswahl in Thüringen im vergangenen Jahr 5,0 Prozent erreicht und damit nur äußerst knapp den Einzug ins Parlament geschafft. 

Ein Parteisprecher sagte dem „Tagesspiegel“, Kemmerich erhalte rund um die Uhr Personenschutz. „Auch seine Familie wird bedroht und muss geschützt werden.“ 

FDP-Mann Kemmerich erhält Polizeiaschutz

Kemmerichs Frau sei auf der Straße angespuckt worden. „Wir erleben gerade eine absolute Eskalation, so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle der „Welt“ (Montag). „Lange war die FDP nicht im Fokus von Linksextremisten. Das hat sich seit Mittwoch geändert.“ 

Annegret Kramp-Karrenbauer gibt den CDU-Parteivorsitz zurück. Den Kommentar in der FR lesen Sie hier. 

FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg hatte zuvor Anfeindungen von Vertretern ihrer Partei zuvor als inakzeptabel bezeichnet. „Hier sollten wir als Demokraten, über Parteigrenzen hinweg, ein Zeichen gegen Hass und Hetze setzen“, erklärte sie. (dpa)

Lesen Sie hier alle Entwicklungen rund um die Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen im FR-Ticker.

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