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Nach Schüssen und Toten in LGBTQ-Club: Täter identifiziert sich als nicht-binäre Person

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Von: Johannes Skiba

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In den USA gab es nach einem Anschlag in einem LGBTQ-Club Tote und Verletzte. Der mutmaßliche Täter identifiziert sich als nicht-binäre Person.

Los Angeles – Am Samstagabend sind im Club Q in Colorado Springs fünf Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden. Der 22-jährige Anderson A. erschoss die Gäste des LGBTQ-Nachtclubs. Nun sind erste Details über den mutmaßlichen Täte bekannt geworden. Vor seiner Gerichtsanhörung am Mittwoch teilten seine Anwälte der Öffentlichkeit mit, dass A. sich selbst als nicht-binäre Person identifiziert. Das Gericht wurde bereits vorab schriftlich über diese Tatsache informiert.

Das Motiv des Täters ist weiterhin unklar. Im Rahmen der ersten Gerichtsanhörung in den USA, bei der A. per Video zugeschaltet gewesen war, sprach er lediglich, um seinen Namen zu bestätigen und, dass er über seine Rechte informiert wurde.

November 21, 2022, Colorado Springs, Colorado, USA: Mourners attend a candle light vigil at a memorial outside of Club Q
Gedenkstätte für die Opfer des Anschlags im Club Q. © Downing/imago

USA: Täter mit schwerer Kindheit

Während der ersten Anhörung ordnete die Richterin an, dass der 22-Jährige ohne Kaution in Haft bleibe, wie US-Medien berichteten. Der zweite Termin mit dem mutmaßlichen Täter ist für den 6. Dezember angesetzt. Dann sollen auch die finalen Anklagepunkte bekannt gegeben werden.

Außerdem soll A. in schweren sozialen Verhältnissen aufgewachsen sein. Demnach hatten beide Elternteile Drogenprobleme. Als Teenager änderte A. seinen Namen. Sein Vater arbeitete nach eigenen Angaben früher als Pornodarsteller. Heute ist er Kampfsport-Trainer. Im Sender CBS gab er an, dass er sein Kind für gewalttätiges Verhalten „gelobt“ habe. „Ich habe ihm gesagt, dass es funktioniert.“

Schüsse in Nachtclub: Feier zum „Transgender Day of Remembrance“

In der New York Times sagte er darüber hinaus, er habe A. gegenüber seine starke Abneigung gegenüber Homosexuellen zum Ausdruck gebracht. Bei CBS erklärte er: „Es gibt keine Schwulen in der Kirche der Mormonen.“

Der Club Q, in dem der mutmaßliche Täter das Feuer eröffnet haben soll, feierte am Samstag den Gedenktag für die „Opfer von Transfeindlichkeit“. Weltweit wird am 20. November der „Transgender Day of Remembrance“ begangen. (Johannes Skiba)

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