+
An Freitag hatte es in Gaza bereits Zusammenstöße zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Streitkräften gegeben. Foto: Ahmad Hasaballah/IMAGESLIVE via ZUMA Wire

Luftschläge

Nach Beschuss aus Gaza: Israel greift Hamas-Ziele an

Aus dem Gazastreifen gibt es neuen Beschuss auf Israel. Das Projektil wird abgefangen - das israelische Militär reagiert mit Angriffen auf unterirdische Einrichtungen der Hamas.

Tel Aviv (dpa) – Nach Beschuss aus dem Gazastreifen hat Israel nach eigenen Angaben zwei unterirdische Ziele der radikal-islamischen Hamas angegriffen. Diese hätten sich im nördlichen Gazastreifen und im Zentrum des Küstengebiets befunden, teilte die Armee in der Nacht zu Samstag mit.

Details nannte das Militär zunächst nicht. Berichte über Verletzte bei den Angriffen der Luftwaffe gab es ebenfalls zunächst nicht.

Militante Palästinenser hatten am Freitagabend nach israelischen Angaben ein Geschoss nach Israel abgefeuert. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) habe das Projektil abgefangen, teilte die Armee mit. Es gab zunächst keine Berichte über Schäden. Zuvor hatte die Armee Raketenalarm im Süden des Landes gemeldet, unter anderem in der Stadt Sderot.

Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas hatten zuletzt unter Vermittlung Ägyptens eine Waffenruhe vereinbart. Dennoch kam es vor einer Woche an der Grenze erneut zu Angriffen militanter Palästinenser, bei denen fünf bewaffnete Angreifer getötet wurden.

Israel hat vor zwölf Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen, es mangelt an Trinkwasser und Strom.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion