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Mysterium auf einem Fliegerhorst

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Von: Peter Rutkowski

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Gerüchte um Befreiung der Krim: Munitionsvorräte der russischen Luftwaffe explodieren 100 Kilometer von der Front entfernt. Nun glauben viele, die Ukrainer gingen in die Offensive.

Es ist wie so oft in diesem – in jedem – Krieg: Zwei oder mehr Meldungen brauchen nur eine vage Gemeinsamkeit zu haben und schon werden daraus ganz sichere Wahrheiten. Jüngstes Beispiel ist die Krim. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verspricht zum x-ten Mal, man werde die Krim befreien. Auf dem Fliegerhorst Saki auf der Krim ereignen sich mehrere Explosionen, zumindest ein Mensch kommt dabei ums Leben, ein Dutzend oder mehr werden verletzt. Das russische Kommando erklärt, es seien einige Munitionsvorräte hochgegangen, daher die vielen Explosionen. Das ukrainische Militär behauptet, mindestens zehn Jets zerstört zu haben.

Auf der Krim? Gut 100 Kilometer von der nächsten Frontlinie entfernt? Und womit?

Womit, das sagt Kiew nicht. Dass manche Drohne die Distanz durchaus bewältigen kann und ein geschickter Beobachter für deren Bordwaffen Ziele mit der höchsten Sprengkraft auswählen kann, das ist realistisch. Aber Kiew schweigt. Ein Freispiel für die Gerüchteküche: Ukrainische Partisanen im Einsatz! Die Rache der vertriebenen Krimtataren! Ukrainische Wunderwaffen! Die Offensive bei Cherson, die alle russischen Geländegewinne der ersten Monate der Invasion zurückrollen wird, hat begonnen!

Vielleicht war es am Ende aber nur ein Glückstreffer einer einsamen Drohne. Oder russische Bodencrews waren tödlich nachlässig beim Sichern von Munition.

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