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Journalisten in Indonesien demonstrieren im September 2018 für die Freilassung ihrer Reuters-Kollegen.

Myanmar

Verurteilte Reuters-Reporter in Myanmar gehen vor oberstes Gericht

Zwei inhaftierte Journalisten ziehen in Myanmar vors oberste Gericht des südostasiatischen Landes.

In Myanmar ziehen zwei inhaftierte Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters wegen ihrer Verurteilung zu jeweils sieben Jahren Gefängnis vor das oberste Gericht des südostasiatischen Landes. Die Anwälte der beiden Reporter Kyaw Sow Oo und Wa Lone legten am Freitag gegen das Urteil nochmals Berufung ein, wie die Agentur mitteilte. Mit einem ersten Antrag waren sie Mitte Januar vor einer niedrigeren Instanz gescheitert. 

Den beiden Männern aus Myanmar (ehemals Birma) wird zur Last gelegt, sich bei Recherchen über Militärverbrechen an Angehörigen der muslimischen Minderheit der Rohingya im Dezember 2017 illegal geheime staatliche Dokumente beschafft zu haben. Sie weisen die Vorwürfe zurück. Nach ihrer Darstellung wurden sie von Militärs in eine Falle gelockt.

In Myanmar ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens. Die Armee hat auch nach dem Ende der Militärdiktatur noch immer großen Einfluss. In der Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi besetzen die Generäle wichtige Ministerien. Armee und Regierung stehen wegen der brutalen Verfolgung von Rohingya international massiv in der Kritik. Mehr als 700.000 Muslime sind ins mehrheitliche muslimische Nachbarland Bangladesch geflohen. (dpa)

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