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Steigende Energiepreise: Friedrich Merz spricht von „Wohlstandsverlust“

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Von: Pitt von Bebenburg

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Wessen Wohlstandsverlust meint Friedrich Merz? Tafelladen in Stuttgart.
Wessen Wohlstandsverlust meint Friedrich Merz? Tafelladen in Stuttgart. © Bernd Weißbrod/dpa

Wen meint CDU-Chef Friedrich Merz genau, wenn er seine Partei auf einen „Wohlstandsverlust“ für Deutschland einstimmt?

Berlin - Wer die Kosten für diejenigen abfedern will, die am meisten unter den steigenden Preisen zu leiden haben, muss sich die Mittel bei denjenigen holen, die es sich leisten können.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass es manchen Menschen in den kommenden Monaten schlechter geht als bisher, denn die Kosten für Energie, Lebensmittel und Wohnen steigen. Der Krieg und die Sanktionen zeitigen Folgen. Aber wen meint CDU-Chef Friedrich Merz genau, wenn er seine Partei deswegen auf einen „Wohlstandsverlust“ für Deutschland einstimmt? Muss er, oh Schreck, auf sein Privatflugzeug verzichten? Werden die Extragewinne der Rüstungsindustrie abgeschöpft? Es ist anzunehmen, dass es Merz um ganz andere Szenarien geht.

Friedrich Merz: Welcher „Wohlstandsverlust“?

Die prinzipielle Haltung, die er seiner Partei auf den Leib schneidern möchte, klingt dabei durchaus ehrenwert. Die Freiheit und die Demokratie zu verteidigen, ist alle Anstrengungen wert. Wenn die notwendige Auseinandersetzung dazu führt, dass die Energiepreise steigen, lässt sich das nicht vermeiden.

Die politisch brisante Frage folgt aber erst anschließend: Wessen „Wohlstand“ wird aufs Spiel gesetzt? Wer die Kosten für diejenigen abfedern will, die am meisten unter den steigenden Preisen zu leiden haben, muss sich die Mittel bei denjenigen holen, die es sich leisten können. Dafür wären wirklich Mut und Kraft erforderlich. Doch die bringt Merz eher dafür auf, die politische Konkurrenz zu schmähen. (Pitt von Bebenburg)

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