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Hat Musk mit Putin gesprochen? Tech-Milliardär bezieht Stellung

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Von: Moritz Serif

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Elon Musk hatte mit Vorschlägen jüngst die Ukraine und Taiwan gegen sich aufgebracht. Seine Vorstöße seien „inakzeptabel“.

Moskau – Tech-Milliardär Elon Musk hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach er vor seinen kontroversen Friedens-Vorschlägen im Ukraine-Krieg mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen habe. Das stimme nicht, schrieb Musk in einem Tweet am Dienstag. „Ich habe mit Putin nur einmal gesprochen und das war vor 18 Monaten“, ergänzte er.

Dabei sei es um Raumfahrt gegangen. Musk ist nicht nur Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla, sondern führt auch die Weltraumfirma SpaceX. Der 51-jährige Star-Unternehmer hatte unter anderem einen Verzicht der Ukraine auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim für ein Ende des Krieges und Volksabstimmungen in russisch besetzten Gebieten vorgeschlagen.

Musk soll mit Putin gesprochen haben

Angesichts der russischen Aggression lösten die Ideen - die sich mit russischen Vorstellungen decken - viel Kritik aus. Die Website Vice berichtete zuvor unter Berufung auf die Politik-Beratungsfirma Eurasia Group, Musk habe vor den Tweets mit Putin gesprochen. Eurasia-Group-Chef Ian Bremmer verwies demnach in einer Aussendung an die Kunden der Firma auf Angaben von Musk selbst.

Elon Musk
Tesla-Chef und Multimilliardär Elon Musk in Washington. © Susan Walsh/dpa

Russland hatte zuletzt nach völkerrechtswidrigen Volksabstimmungen die Annexion von vier besetzen Gebieten verkündet, die international nicht anerkannt wird. Musk schlug nach den Ukraine-Ideen auch vor, aus Taiwan eine „Sonderverwaltungszone“ unter chinesischer Herrschaft zu machen, und löste damit Empörung bei der Regierung in Taipeh aus.

Musk verärgerte auch Taiwan

Die Regierung in Taipeh nannte seinen Vorschlag am Montag (10. Oktober) „inakzeptabel“, aus Taiwan eine „Sonderverwaltungszone“ unter chinesischer Herrschaft zu machen. Dahinter steckten allein Geschäftsinteressen des in China stark engagierten Chefs des Elektroautoherstellers Tesla, der den kollektiven Willen des Volkes in Taiwan ignoriere, sagte ein Sprecher des Rates für die Beziehungen zu Festlandchina (MAC) in Taipeh.

Musk hatte zuvor der Financial Times ein Interview gegeben. China betrachtet die demokratische Inselrepublik als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Dagegen sehen sich die 23 Millionen Taiwaner längst als unabhängig. Die USA haben sich der Verteidigungsfähigkeit Taiwans verpflichtet (mse/dpa)

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