Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mugabe war seit der Unabhängigkeit des einstigen Südrhodesiens von Großbritannien im Jahr 1980 an der Macht.
+
Mugabe war seit der Unabhängigkeit des einstigen Südrhodesiens von Großbritannien im Jahr 1980 an der Macht.

Simbabwe

Mugabe ließ sich den Abschied offenbar vergolden

Der Diktator Robert Mugabe soll für seinen Rücktritt fünf Millionen US-Dollar erhalten haben. Sein Nachfolger ist inzwischen vereidigt.

Nach dem Machtwechsel in Simbabwe werden mehr Details über den Rücktritt des langjährigen Präsidenten Robert Mugabe bekannt. Der 93-Jährige soll fünf Millionen US-Dollar für sein Ausscheiden aus dem Präsidentenamt bekommen haben, berichtete die britische Zeitung „The Observer“ (Sonntag). Mugabe war am Dienstag unter Druck des Militärs und seiner Partei zurückgetreten. Am Freitag wurde der frühere Vizepräsident Emmerson Mnangagwa als Nachfolger vereidigt.

Eine Vereinbarung, die Mugabe mit Vertretern des neuen Präsidenten Mnangagwa vor dem Rücktritt schloss, sieht dem Zeitungsbericht zufolge weitere Zahlungen von mindestens fünf Millionen Dollar vor. Zudem soll Mugabes Gehalt von 150.000 Dollar bis zu seinem Tod weitergezahlt werden, danach bekommt seine Frau Grace bis zu ihrem Lebensende die Hälfte. Mugabe und seiner Frau wurden demnach außerdem Immunität vor Strafverfolgung zugesichert und die Möglichkeit, in ihrer Villa in der Hauptstadt Harare wohnen zu bleiben.

Mugabe war seit der Unabhängigkeit des einstigen Südrhodesiens von Großbritannien im Jahr 1980 an der Macht. Seine Herrschaft sicherte sich der einstige Nationalheld durch Wahlfälschung und brutale Gewalt gegen Oppositionelle, weiße Farmer und Journalisten. Unter ihm erlebte die einstige Kornkammer im südlichen Afrika einen dramatischen wirtschaftlichen Niedergang. Seine Frau Grace stand wegen regelmäßiger Shopping-Reisen nach London in der Kritik, während die Bevölkerung unter Arbeitslosigkeit und Armut litt.

Nach dem Wechsel an der Staatsspitze muss sich Mugabes ehemaliger Finanzminister Ignatius Chombo wegen Korruption verantworten. Der Politiker erschien am Samstag vor einem Gericht in Harare, ihm werden nach Angaben seines Anwalts Vergehen in seiner Zeit als Städtebau-Minister vorgeworfen, die mehr als zehn Jahre zurückliegen. Chombo war vom Militär inhaftiert worden, der Prozess soll am 8. Dezember beginnen.

Die Armee hatte am 14. November die Kontrolle übernommen, Mugabe unter Hausarrest gestellt und mehrere Vertraute festgenommen. Ein Gericht entschied, dass das Eingreifen der Armee in Simbabwe legal war. Es habe sich gegen jene Personen in der Umgebung des damaligen Präsidenten Mugabe gerichtet, die unrechtmäßig die Macht ergreifen wollten, berichtete der Staatsrundfunk von Simbabwe. Macht könne aber nur von gewählten Funktionären ausgeübt werden. Damit ist offenbar das Vorhaben Mugabes gemeint, seine Frau Grace zur Vizepräsidentin zu ernennen, die damit seine designierte Nachfolgerin gewesen wäre. (epd) 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare