+
Mützenich schreibt nicht ab

Plagiat

Uni entlastet Mützenich

  • schließen

Doktorarbeit des SPD-Politikers war korrekt Die Uni Bremen entlastet ihn.

Die Universität Bremen sieht bei der Doktorarbeit des SPD-Fraktionschefs Rolf Mützenich keinen Grund zur Beanstandung. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte dem Politologen jüngst vorgeworfen, er habe in seiner Dissertation 1991 Teile seiner eigenen Diplomarbeit von 1989/90 übernommen, ohne dies ausdrücklich kenntlich zu machen. Daraufhin beriet der Promotionsausschuss über den Fall.

Nach Angaben einer Uni-Sprecherin kam das Gremium nun zu dem Schluss: „Ein Verstoß gegen die Prüfungsordnung liegt nicht vor, da die damals geltende Promotionsordnung die Verwertung einer Diplomarbeit in der Doktorarbeit nicht ausschließt. Ein Täuschungsverdacht liegt ebenfalls nicht vor, da die Gutachter der Dissertation von der Existenz der Diplomarbeit wussten. Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass die Dissertation nicht den wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.“ Ergo gebe es auch keinen Grund für die Einleitung eines förmlichen Prüfverfahrens, so die Uni-Sprecherin.

Einer der Gutachter der Diplomarbeit wie auch der späteren Doktorarbeit zu atomwaffenfreien Zonen war der Bremer Friedensforscher Dieter Senghaas. Nach seinen Angaben hatten die Gutachter der Diplomarbeit dem damals 31-Jährigen ausdrücklich empfohlen, diese Arbeit zu einer Dissertation zu erweitern.

Rolf Mützenich selbst hatte zu dem Fall gesagt: „Das Promotionsverfahren war von Beginn an transparent und entsprach den Vorschlägen und Erwartungen meiner Prüfer.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion