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ARCHIV: In Berlin-Moabit soll ein Fahrradfahrer einen Mann erschossen haben.

Mord an Georgier

Russland weist deutsche Diplomaten aus - Berlin behält sich „weitere Schritte“ vor

In der Affäre um den Mord an einem Georgier in Berlin weist Russland zwei deutsche Diplomaten aus.

Update, 12.12.2019, 10.45 Uhr:

Die Bundesregierung hat die Ausweisung von zwei deutschen Diplomaten aus Russland in der Affäre um den Mord an einem Georgier in Berlin scharf kritisiert. „Sie sendet das falsche Signal und ist ungerechtfertigt“, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Donnerstag in Berlin. Die Bundesregierung behalte sich im Lichte der Ermittlungen des Generalbundesanwalts zu dem Mord, hinter dem die deutsche Justiz russische Stellen vermutet, „weitere Schritte“ vor.

Erstmeldung:

In der Affäre um den Mord an einem Georgier in Berlin weist Russland zwei deutsche Diplomaten aus. Es handle sich dabei um eine „Vergeltungsmaßnahme“ für die zuvor erfolgte Ausweisung von zwei russischen Diplomaten aus Deutschland, erklärte das Außenministerium in Moskau am Donnerstagvormittag. 

Wegen des Mordes, hinter dem die deutsche Justiz russische Stellen vermutet, hatte das Auswärtige Amt zuvor zwei russische Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt. 

Botschafter einbestellt

Der deutsche Botschafter Géza Andreas von Geyr wurde am Morgen in das russische Außenministerium einbestellt. Dabei wurde ihm die Ausweisung mitgeteilt. Die beiden deutschen Diplomaten hätten sieben Tage Zeit, das Land zu verlassen, hieß es.

Im August war ein 40 Jahre alter Georgier im Kleinen Tiergarten in Berlin erschossen worden. Ein 49-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Das Opfer soll im sogenannten zweiten Tschetschenienkrieg gegen Russland gekämpft haben. Laut Bundesanwaltschaft wurde der 40-Jährige von russischen Behörden als Terrorist eingestuft und verfolgt.

Kürzlich hatte der Generalbundesanwalt die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Auftragsmord übernommen. Er verfolgt den Anfangsverdacht, dass staatliche Stellen in Russland hinter dem Mord stecken. Die Bundesregierung wies im Zusammenhang mit dem Mordfall zwei russische Diplomaten aus. Moskau kündigte daraufhin "Vergeltungsmaßnahmen" an.

Putin: Ermordeter war „Bandit“

Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin den in Berlin ermordeten Georgier als einen „Banditen“ bezeichnet. Der Mann sei an einem Terroranschlag in der Moskauer Metro beteiligt gewesen und habe den Tod Dutzender Menschen verschuldet, sagte Putin in der Nacht zum Dienstag in Paris. „In Berlin wurde ein Krieger getötet, der in Russland gesucht wurde, ein blutrünstiger und brutaler Mensch“, sagte Putin. (afp/dpa)

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