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Jimmy Morales, Präsident von Guatemala, spricht vor der 73. Generalversammlung der Vereinten Nationen im UN-Hauptquartier.

Guatemala

Morales sieht Korruptionsjäger als Gefahr

Vor wenigen Tagen hat Ivan Velásquez den Alternativen Nobelpreis erhalten, weil er in Guatemala Machtmissbrauch und Korruption aufdeckt. Präsident Morales sieht die Anti-Korruptionsmission als Gefahr.

Der Präsident Guatemalas hat eine preisgekrönte Anti-Korruptionsmission der UN als Bedrohung für den Frieden in seinem Land bezeichnet.

Jimmy Morales betonte vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, dass das Mandat der UN-Kommission zur Korruptionsbekämpfung (Cicig) nach September 2019 nicht verlängert werde. Die Cicig habe in dem mittelamerikanischen Land ein „System des Terrors“ geschaffen.

Cicig-Leiter Iván Velásquez mische sich in interne Angelegenheiten des Landes ein, sagte der guatemaltekische Präsident. Velásquez spalte die Gesellschaft des Landes und schaffe dadurch eine Atmosphäre der Instabilität. Velásquez war am Montag gemeinsam mit seiner Mitkämpferin, der ehemaligen Generalstaatsanwältin des Landes, Thelma Aldana, mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden.

Die Regierung Guatemalas verbietet dem kolumbianischen Juristen derzeit die Einreise, offiziell aus Sicherheitsgründen. Velásquez hatte eine Aufhebung der Immunität Morales' gefordert, um wegen illegaler Wahlkampffinanzierung ermitteln zu können. Morales fordert, dass die UN einen neuen Cicig-Chef ernennen. (dpa)

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