Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Parlamentswahl

Moldawien wählt westlich

Die Menschen in der Ex-Sowjetrepublik Moldawien haben sich nach Jahren unter kommunistischer Führung bei der Parlamentsneuwahl überraschend klar für einen EU-Kurs entschieden.

Chisinau. Die Menschen in der Ex-Sowjetrepublik Moldawien haben sich nach Jahren unter kommunistischer Führung bei der Parlamentsneuwahl überraschend klar für einen EU-Kurs entschieden. Mehr als die Hälfte der Wähler stimmte für eine der vier in die EU strebenden Oppositionsparteien.

Die Kommunistische Partei des gemäßigt pro-russischen Präsidenten Vladimir Voronin (68) verlor bei dieser zweiten Abstimmung binnen vier Monaten ihre absolute Mehrheit. Gleichwohl bleibt sie stärkste Kraft. Die tief zerstrittenen Lager sind nun auf die Stimmen der jeweils anderen Seite angewiesen, um einen neuen Präsidenten zu wählen. Experten rechnen mit einem schwierigen Machtkampf.

Auf den Straßen der Hauptstadt Chisinau äußerten sich viele Menschen am Donnerstag erstaunt und erleichtert, dass die "Alleinherrschaft" der Kommunisten augenscheinlich friedlich beendet wurde. Nach den blutigen Straßenkrawallen gegen den Sieg der KP im April hatten viele Menschen neue Gewalt befürchtet. Die Opposition spricht aber diesmal nicht von Wahlfälschung auch wenn Regierungsgegner eine "extreme Behinderung" durch die Behörden beklagen.

Auch der deutsche Wahlbeobachter Manfred Grund, der im Bundestag Länderbeauftragter für Moldawien ist, kritisierte die Einmischung staatlicher Stellen in den Wahlkampf. Insgesamt aber beurteilten Wahlbeobachter den Urnengang als weitgehend demokratisch. Der überwiegende Eindruck sei positiv, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) am Donnerstag in der moldawischen Hauptstadt Chisinau mit. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare