Somalia

Mogadischu: Dutzende Tote bei Anschlag mit Autobombe 

Bei einem Autobombenanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag laut Polizeiangaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen.

Die Bewohner der Hauptstadt Somalias werden am Morgen von einer schweren Explosion erschüttert. An einem belebten Kontrollposten explodiert ein Fahrzeug. Die Folgen sind verheerend.

Update, 14.20 Uhr: Die Zahl der Toten bei dem Bombenanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu steigt weiter. „Wir haben mittlerweile fast 100 Menschen, die bei diesem schrecklichen Attacke getötet wurden“, sagte Polizeioffizier Ahmed Bashane der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der Leiter des privaten Ambulanzdienstes Aamin Ambulance, Abdukadir Abdirahman Hadschi, von 76 Toten und rund 70 Verletzten gesprochen. Unter den Opfern waren nach Polizeiangaben zahlreiche Studenten, die in einem Bus unterwegs waren.

Mogadischus Bürgermeister Omar Mohamud Mohamed sprach von rund 90 Verletzten. Eine Zahl der Todesopfer wollte er zunächst nicht nennen. Es sei aber klar, dass sie nicht niedrig sein werde, sagte Mohamed. Die meisten Opfer seien „unschuldige Studenten und andere Zivilisten“.

Update, 10.22 Uhr:  Nach dem schweren Autobombenanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu ist die Zahl der Toten auf mindestens 73 gestiegen. Das sagte der Leiter des Medina-Hospitals, Mohamed Yusuf, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. In seine Einrichtung seien bisher zudem 54 Verwundete gebracht worden.

Die Opferbilanz ist noch vorläufig und könnte sich schnell erhöhen. Unklar ist, wie viele Opfer in andere Hospitäler gebracht wurden. Mogadischus Bürgermeister Omar Mohamed Filish sprach kurz nach der Explosion bereits von 90 Verletzten, darunter auch viele Studenten. Unter den Toten sind nach Polizeiquellen auch fünf Polizisten sowie zwei türkische Staatsbürger. Bei ihnen handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um Straßenbau-Ingenieure.

Mogadischu: Anschlag mit Autobombe 

Erstmeldung, 28.12.

Bei einem schweren Autobombenanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag laut Polizeiangaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben von Mogadischus Bürgermeister Omar Mohamed Filish wurden weitere 90 Menschen - darunter auch mehrere Studenten - zum Teil schwer verletzt. 

„Bisher haben wir 18 Tote bestätigt“, erklärte Polizeisprecher Ali Hassan Kulmiye der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Toten seien fünf Polizisten. Augenzeugen sprachen von einem Bild der Verwüstung, nachdem nach ersten Erkenntnissen ein offensichtlich mit Sprengstoff beladener Lastwagen an einem Kontrollpunkt in die Luft flog.

Angeblich auch türkische Staatsbürger unter den Opfern

Nach Angaben eines anderen Polizeisprechers wurden durch die schwere Explosion am frühen Morgen auch zwei Minibusse mit Schulkindern an Bord schwer beschädigt. Augenzeugen berichteten von aufgerissenen Karosserien. 

Regierungssprecher Mukhtar Omar geht davon aus, dass sich die Opferbilanz angesichts der Wucht der Detonation weiter erhöhen dürfte. „Die Gegend war voller Menschen, die zur Schule oder zum Einkaufen in die Stadt fuhren, als sich der schreckliche Anschlag ereignete.“ Obwohl es zunächst keine Bekennerschreiben gab, wird hinter dem Anschlag die terroristische Al Shabaab vermutet.

Al-Shabaab kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Die sunnitischen Fundamentalisten beherrschen große Gebiete im Süden und Zentrum Somalias und verüben immer wieder Anschläge. Die US-Streitkräfte unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Gruppe mit Luftangriffen und bilden Soldaten aus. Zudem leistet eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) Unterstützung. (dpa)

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