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Knickt Donald Trump ein? Anwälte wollen FBI die Türen von Mar-a-Lago öffnen

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Von: Daniel Dillmann

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Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Lagern hier noch immer geheim Dokumente? (Archivbild)
Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Lagern hier noch immer geheim Dokumente? (Archivbild) © JOE RAEDLE/AFP

Noch immer sucht das FBI nach Geheimunterlagen, die Donald Trump aus dem Weißen Haus entwendet haben soll. Dessen Anwälte kommen den Behörden offenbar entgegen.

Mar-a-Lago – Zwei Monate nach der Razzia in Mar-a-Lago deutet sich ein Strategiewechsel bei Donald Trump an. Wie der US-Fernsehsender CNN berichtet, überlegen die Anwälte des ehemaligen US-Präsidenten, den Ermittlern des FBI die Türen von Trumps Anwesen in Florida zu öffnen.

„Donald Trumps Rechtsabteilung erwägt, Bundesagenten den Zugang zur Residenz des Präsidenten in Florida zu ermöglichen. Sie sollen dort möglicherweise eine von den Anwälten überwachte Durchsuchung durchführen können“, sagte Sara Murray, CNN-Korrespondentin in Washington, D.C.. Sowohl das Justizministerium als auch das nationale Archiv gehen davon aus, dass sich weiterhin zahlreiche Regierungsdokumente in Donald Trumps Besitz befinden, berichtet merkur.de.

Donald Trump: Anwälte deuten Strategiewechsel an

US-Medien vermuten hinter diesem Schritt einen Strategiewechsel in Trumps Rechtsabteilung. In seinem Team setze man sich damit auseinander, „wie der ehemalige Präsident am besten vor juristischer Verfolgung geschützt werden“ könne, heißt es bei CNN. Trump habe intern signalisiert, dass er bereit sei, dem Justizministerium beim Streit um Regierungsdokumente entgegenzukommen. Vor allem Trumps erfahrene Anwälte würden seit Wochen auf das einstige Staatsoberhaupt der USA einwirken, enger mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Bislang hatte Trump sich in diesem Streit immer kämpferisch gegeben und war auf Konfrontationskurs gegangen. Zuletzt hatte er den Ermittlern sogar unterstellt, Beweise gegen ihn bei der Razzia in Mar-a-Lago dort platziert zu haben.

Das FBI hatte bei einer Razzia in Mar-a-Lago vor rund zwei Monaten fast 22.000 Seiten Dokumente sichergestellt. Die Unterlagen sollen zahlreiche als geheim eingestufte Schriftstücke beinhaltet haben - darunter auch die Briefe, die Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un einander geschrieben hatten.

Donald Trump geht ins Risiko

Die Anwälte Donald Trumps scheinen sich also sicher zu sein, dass ihr Mandant keine weiteren Dokumente zurückgehalten hat. Doch mit letzter Überzeugung wissen das offenbar nicht mal sie. „Es bleibt ein Risiko, einen Anwalt des Justizministeriums zum Mittagessen einzuladen, vor allem nach Mar-a-Lago“, zitierte CNN eine Person aus dem direkten Umfeld Trumps. (Daniel Dillmann)

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