Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Laschet hat gewonnen. Doch Söders Rückzug nimmt vielerorts Züge einer Staatstrauer an, meint Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur.
+
Es kommt nicht bei allen CDU-Mitgliedern gut an, dass Armin Laschet der Kanzlerkandidat der Union ist.

Bundestagswahl 2021

Nach Machtkampf der Union: CSU wird von neuen Mitgliedern überrannt - CDU fürchtet Austritte

  • Sophie Vorgrimler
    VonSophie Vorgrimler
    schließen

Der K-Frage-Machtkampf geht nicht spurlos an der Union vorbei. Während die CSU von Hunderten Eintrittsanträgen berichtet, droht der CDU eine Austrittswelle. 

Berlin - In der Union war in den vergangenen Wochen einiges los - jetzt verändern sich die Mitgliederzahlen der beiden Unionsparteien CDU und CSU rasant.

Vor einigen Wochen sorgte die Maskenaffäre von Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU) bundesweit für große Aufregung und Verärgerung. Dann lieferten sich die beiden Vorsitzenden von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, einen öffentlichen Schlagabtausch, wer wohl der bessere Kandidat der Unionspartei für das Kanzleramt sei. Nach der Bundestagswahl im September wird Angela Merkel in ihrem Amt ersetzt.

Obwohl der bayerische Ministerpräsident Söder laut Umfragen insgesamt beliebter bei potenziellen Wählern ist, hat der Minister von Nordrhein-Westfalen das Rennen um die Kandidatur für sich entscheiden können. Die Ereignisse tragen jetzt Früchte - und sie sind nicht allen schmackhaft.

Nach K-Frage bei der Union: Viele Interessenten für „Online-Mitgliedschaft“ der CSU

Eigenen Angaben nach verzeichnete die CSU in den vergangenen Tagen einen enormen Anstieg an Mitgliederzahlen - vor allem an Anfragen nach einer Mitgliedschaft. Man komme bei der Bearbeitung derzeit kaum hinterher, teilte die CSU am Donnerstag auf Nachfrage mit. Am Donnerstag war zunächst von mehreren hundert Anträgen die Rede - später hieß es von CSU-Generalsekretär Markus Blume, dass allein am Donnerstag in der Münchner CSU-Landesleitung mehr als 1.000 Anträge auf Online-Mitgliedschaft eingegangen seien.

Hintergrund für die sprunghafte Einstiegswelle in die CSU könnte auch sein, dass die bayerische Partei seit September 2020 den Zugang zu einer Mitgliedschaft erleichtert hat. Bundesweit können Interessenten online in die Partei eintreten und sich auf digitalem Weg in die Partei einbringen. Es könnte aber auch von geschönten Mitgliedszahlen die Rede sein, denn es gibt einen zentralen Unterschied zu einer regulären Partei-Mitgliedschaft: Online-Mitglieder gehören keinem Ortsverband an und haben kein Recht, an innerparteilichen Abstimmungen teilzunehmen.

Nach Unions-Machtkampf zwischen Söder und Laschet: Merz prophezeit „bessere Zeiten“ für CDU

Nach seinem Auftritt in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz am Donnerstagabend vor einem großen Fernseh-Publikum rief der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz auf Twitter CDU-Mitglieder dazu auf, nicht aus der Partei auszutreten. In der Sendung war die Eintrittswelle der CSU - sowie eine Austrittswelle bei der CDU - thematisiert worden.

„Wir haben derzeit sehr viele Austritte in den Kreisverbänden der CDU“, twitterte Merz und prophezeite bevorstehende „bessere Zeiten“ für die CDU. Merz war Laschet im Rennen um den Parteivorsitz im Januar unterlegen.

CDU: Parteiaustritte in Schleswig-Holstein - Grund ist Kandidaten-Konflikt zwischen Laschet und Söder

Tatsächlich scheint die CDU nach dem Hahnenkampf um die Kanzlerkandidatur nicht nur in der außerplanmäßigen „Sonntagsfrage nach Bekanntwerden des Kandidaten Wähler zu verlieren, sondern auch einen leichten Mitgliederschwund zu verzeichnen.

Bundestagswahl 2021

Alle News zur Bundestagswahl 2021 finden Sie auf unserer Themenseite.

„Bisher sind bei uns 20 Austrittsankündigungen mit der Begründung K-Frage eingegangen“, sagte ein CDU-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Kiel bezüglich der Mitgliederzahlen in Schleswig-Holstein. Er ging davon aus, dass weitere Austritte verzögert postalisch kommen werden. Dennoch sagte der Sprecher der Deutschen Presse Agentur, könne „von einer Austrittswelle bisher keine Rede sein“. (Sophie Vorgrimler)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare