IS

Mitangeklagter im Abu-Walaa-Prozess zu Haftstrafe verurteilt

Der geständige 30-Jährige habe die Terrormiliz unterstützt und zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat Beihilfe geleistet.

Das Oberlandesgericht Celle hat einen Mitangeklagten im Prozess gegen den mutmaßlichen Deutschlandchef des Islamischen Staats, Abu Walaa, zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der geständige 30-Jährige habe die Terrormiliz unterstützt und zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat Beihilfe geleistet, urteilte das Gericht am Mittwoch. Von einem minderschweren Fall könne nicht ausgegangen werden. Da der Angeklagte bereits geringfügig länger als drei Jahre und drei Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte und sich seit seinem Geständnis auf freiem Fuß befand, muss er nicht mehr in Haft. (Az.: 4 StE 2/20)

Der Iraker Abu Walaa und insgesamt vier Mitangeklagte müssen sich seit September 2017 wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrormiliz IS verantworten. Sie sollen junge Menschen insbesondere im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete geschickt haben. Der Mitangeklagte hatte in einem überraschenden Geständnis Abu Walaa im Februar schwer belastet. Der aus dem Kamerun stammende Familienvater hatte zuletzt in Hildesheim gelebt. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion